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Büronymus Beiträge

Hauptsache Gesichtswahrung

Die Corona-Krise zeigt, wo es überall hakt. Auch in der Politik. Politik, wie sie heute gemacht wird, erscheint mir unglaublich gestrig. Diese Phrasendrescherei, der Fokus auf Gesichtswahrung. Das Postengeschacher à la CDU. Die patriarchale Vorstellung, dass einige wenige die Verantwortung für alle übernehmen könnten und schon wüssten, was richtig sei. Das kann man heutzutage nicht mehr bringen. Wer will, kann sich heute sämtliche wissenschaftlichen Studien reinziehen und sich selbst eine Meinung bilden (was nicht unbedingt etwas Gutes ist). So gut wie alle Informationen sind im Netz frei verfügbar – umso deutlicher wird das Versagen der Politik.

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Bilanz 2020 – The good, the bad and the ugly news

Es fällt mir schwer, Bilanz zu ziehen über dieses Jahr. Große Teile von 2020 habe ich fast in einer Art Trance verbracht, wie in Watte, die Tage zogen sich hin. Irgendwie habe ich meine Arbeit geschafft – keine Ahnung wie. Nachdem ich anfänglich fand, ich als Introvertierte sei für so eine Pandemie und die damit einhergehende Isolation wie gemacht – ähem, muss ich das nach neun Monaten leider revidieren. Es lastet schon schwer auf mir. Was für ein Jahr. Und wie sehr habe ich die psychischen Komponenten unterschätzt – und das als angehende Psychologin. Hier also ein Rückblick auf die good, bad and ugly news 2020.

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Corona-Kommunikation: Die 5 gröbsten Fehler

Klare Kommunikation, so wichtig. Und doch so schwer. Was wir gerade in der Pandemie erleben, ist Folge falscher Kommunikation – und da muss ich als Ex-Pressesprecherin mal meinen Senf dazu geben. Die Kurzversion lautet: Alta!!!, WTF oder auch Uffffffffffff. Es ist natürlich immer leicht, von der Seitenlinie her reinzubrüllen, aber ich frage mich wirklich, was in der Politik los ist. Nach einem guten Start („Bazooka, wir hauen die Kohle raus“), bei dem ich den Eindruck hatte, die Politiker*innen freuen sich, endlich mal schnell agieren zu können, scheint nicht nur die Kommunikation, sondern das ganze Pandemie-Management jetzt den Bach runterzugehen. Hängt ja irgendwie auch zusammen.

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Torsten Dudai über Studi VZ: „Im Grunde bin ich bis heute nicht drüber weg“

Seit ich Büronymus betreibe, also seit nunmehr sechs Jahren, lerne ich immer wieder Leute kennen, die durch unsere Arbeitswelt Schaden genommen haben. Ich merke das daran, wie schnell und wie intensiv wir in das Thema einsteigen. Diesen Menschen möchte ich eine Stimme geben – deshalb starte ich eine kleine Serie von Interviews. Bei Torsten Dudai wusste ich immer, dass er eine spannende Geschichte mit sich herumträgt. Vor dem ersten Lockdown hatten wir uns deshalb für ein Interview zusammengesetzt.

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Sieg über die Esoterik

Wie viele im Osten bin ich als Atheistin aufgewachsen. „Es gibt keinen Gott, das ist alles Quatsch, ein Hoch auf die Wissenschaft!“ Diesen Botschaften hörte ich in der Schule und zu Hause. Religion galt als Opium für das Volk, Esoterik und „paranormale Phänomene“ wurden als unwissenschaftlich angesehen. Kurz vor dem Mauerfall wurde ich sogar Mitglied bei den Freidenkern, einem neu gegründeten nichtreligiösen Verein. Irgendwie hatte mich wohl der Begriff des freien Denkens angezogen.

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Traumjob mit Nebenwirkungen

Gestern habe ich eine Anzeige für meinen Traumjob entdeckt. Also das, was ich früher als Traumjob angesehen hätte, wofür ich eigentlich ausgebildet bin und was der nächste logische Karriereschritt für mich gewesen wäre: bei einer internationalen NGO. Reflexartig fand ich das interessant. Alles, was in der Anzeige gefordert wird, traue ich mir fachlich zu. Es ist ein sinnvoller, respektabler Weltverbesserungsjob und bestimmt ordentlich bezahlt. Also, raus mit der Bewerbung, was kostet die Welt?! Scherz, natürlich habe ich keine Bewerbung hingeschickt. 

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Trump: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann staunen sie noch heute

[English version below] Sieht aus, als hätte man im Headquarter von Coronavirus Inc. einen ganz großen Coup an Land gezogen. Trump hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Was mich daran am meisten erstaunt ist, wie sehr alle staunen. Ich meine, das war nicht nur als wahrscheinliche Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Es war sonnenklar, dass Trump sich früher oder später infizieren würde – so fahrlässig, wie er sich verhielt. Und dass seine Veranstaltungen potenzielle Superspreader-Events sind, ist auch keine Überraschung.

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Statistik: Bitte hirngerecht servieren

Frust, Leute, Frust. Mein Studium macht mich fertig. Also, das Statistik-Seminar. Eigentlich logo, dass Menschen, die sich für Psychologie interessieren, es nicht so mit Zahlen haben. So auch ich. Dabei habe ich schon zwei Studien inklusive Statistik überlebt. Aber diesmal geht es doch sehr in die Tiefe, mit seitenweise Formeln und so. Zum ersten Mal verspüre ich totale Verwirrung, Verzweiflung und – ja, Panik.

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Die ultimative Altersvorsorge

Ich verrate Euch heute den ultimativen Tipp zur Altersvorsorge. Früher galt ja (und in armen Ländern ist das immer noch der Fall) eine Kinderschar als perfekte Altersvorsorge, weil die dann ihre Eltern im Alter ernähren. Heute kann man sich da nicht so sicher sein – abgesehen davon haben wir ja eine staatliche Rente. Expert*innen empfehlen Aktien oder Immobilien. Alle reichen Leute scheinen Aktien oder Immobilien zu haben. Oder sie sind Influencer. Ein ordentliches Erbe hilft natürlich auch ungemein. Ich habe aber noch einen besseren Tipp – und diese Art der Altersvorsorge kostet nichts.

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Eine verheißungsvolle Affäre*

Kleine Durchsage an alle, die schon immer wussten, dass ich Lehrerin hätte werden sollen: Ihr hattet Recht! Ich gebe ja schon länger Kurse zu verschiedenen Kommunikationsthemen an einem Weiterbildungsinstitut – aber das lief immer so nebenher. Nach dem Motto: Hauptsache, Frau Krüger kommt mal raus aus der Butze und unter Leute. Aber jetzt unterrichte ich zum ersten Mal nach meinen eigenen nicht vorhandenen Lehrplänen (und online) und habe einen Heidenspaß! (Gesendet nachts vom Schreibtisch, wo ich gerade Hausaufgaben korrigiere.)

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