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Büronymus Beiträge

Torsten Dudai über Studi VZ: „Im Grunde bin ich bis heute nicht drüber weg“

Seit ich Büronymus betreibe, also seit nunmehr sechs Jahren, lerne ich immer wieder Leute kennen, die durch unsere Arbeitswelt Schaden genommen haben. Ich merke das daran, wie schnell und wie intensiv wir in das Thema einsteigen. Diesen Menschen möchte ich eine Stimme geben – deshalb starte ich eine kleine Serie von Interviews. Bei Torsten Dudai wusste ich immer, dass er eine spannende Geschichte mit sich herumträgt. Vor dem ersten Lockdown hatten wir uns deshalb für ein Interview zusammengesetzt.

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Sieg über die Esoterik

Wie viele im Osten bin ich als Atheistin aufgewachsen. „Es gibt keinen Gott, das ist alles Quatsch, ein Hoch auf die Wissenschaft!“ Diesen Botschaften hörte ich in der Schule und zu Hause. Religion galt als Opium für das Volk, Esoterik und „paranormale Phänomene“ wurden als unwissenschaftlich angesehen. Kurz vor dem Mauerfall wurde ich sogar Mitglied bei den Freidenkern, einem neu gegründeten nichtreligiösen Verein. Irgendwie hatte mich wohl der Begriff des freien Denkens angezogen.

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Traumjob mit Nebenwirkungen

Gestern habe ich eine Anzeige für meinen Traumjob entdeckt. Also das, was ich früher als Traumjob angesehen hätte, wofür ich eigentlich ausgebildet bin und was der nächste logische Karriereschritt für mich gewesen wäre: bei einer internationalen NGO. Reflexartig fand ich das interessant. Alles, was in der Anzeige gefordert wird, traue ich mir fachlich zu. Es ist ein sinnvoller, respektabler Weltverbesserungsjob und bestimmt ordentlich bezahlt. Also, raus mit der Bewerbung, was kostet die Welt?! Scherz, natürlich habe ich keine Bewerbung hingeschickt. 

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Trump: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann staunen sie noch heute

[English version below] Sieht aus, als hätte man im Headquarter von Coronavirus Inc. einen ganz großen Coup an Land gezogen. Trump hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Was mich daran am meisten erstaunt ist, wie sehr alle staunen. Ich meine, das war nicht nur als wahrscheinliche Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Es war sonnenklar, dass Trump sich früher oder später infizieren würde – so fahrlässig, wie er sich verhielt. Und dass seine Veranstaltungen potenzielle Superspreader-Events sind, ist auch keine Überraschung.

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Statistik: Bitte hirngerecht servieren

Frust, Leute, Frust. Mein Studium macht mich fertig. Also, das Statistik-Seminar. Eigentlich logo, dass Menschen, die sich für Psychologie interessieren, es nicht so mit Zahlen haben. So auch ich. Dabei habe ich schon zwei Studien inklusive Statistik überlebt. Aber diesmal geht es doch sehr in die Tiefe, mit seitenweise Formeln und so. Zum ersten Mal verspüre ich totale Verwirrung, Verzweiflung und – ja, Panik.

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Die ultimative Altersvorsorge

Ich verrate Euch heute den ultimativen Tipp zur Altersvorsorge. Früher galt ja (und in armen Ländern ist das immer noch der Fall) eine Kinderschar als perfekte Altersvorsorge, weil die dann ihre Eltern im Alter ernähren. Heute kann man sich da nicht so sicher sein – abgesehen davon haben wir ja eine staatliche Rente. Expert*innen empfehlen Aktien oder Immobilien. Alle reichen Leute scheinen Aktien oder Immobilien zu haben. Oder sie sind Influencer. Ein ordentliches Erbe hilft natürlich auch ungemein. Ich habe aber noch einen besseren Tipp – und diese Art der Altersvorsorge kostet nichts.

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Eine verheißungsvolle Affäre*

Kleine Durchsage an alle, die schon immer wussten, dass ich Lehrerin hätte werden sollen: Ihr hattet Recht! Ich gebe ja schon länger Kurse zu verschiedenen Kommunikationsthemen an einem Weiterbildungsinstitut – aber das lief immer so nebenher. Nach dem Motto: Hauptsache, Frau Krüger kommt mal raus aus der Butze und unter Leute. Aber jetzt unterrichte ich zum ersten Mal nach meinen eigenen nicht vorhandenen Lehrplänen (und online) und habe einen Heidenspaß! (Gesendet nachts vom Schreibtisch, wo ich gerade Hausaufgaben korrigiere.)

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Bitte folgen Sie den Anweisungen

Nach meinem anfangs frustrierenden, letztlich aber sehr erfüllenden Erlebnis mit der Rosengitter-Montage sagte jemand zu mir: „Mach doch mal nen Tischler-Workshop, gibt’s bei der Volkshochschule.“ Mensch, dachte ich mir, eine Riesenidee! Endlich mal wieder was mit den Händen machen. Und so fuhr ich drei Tage lang zur Handwerkskammer und tauchte ein in die Welt der Menschen, die echte Dinge zum Anfassen bauen.

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Ein Hang zu Qualität

Bei der Arbeit stoße ich immer wieder auf die gleichen Probleme. Z. B. kann ich nicht mit unterirdischer Qualität umgehen. Ich meine damit nicht, dass mal irgendwo ein Fehler auftaucht. Da ist meine Toleranz enorm gestiegen seit meinem großen Fuckup, hehe. Fehler machen ist okay, wenn man bereit ist zu lernen und nicht den gleichen Fehler immer wieder begeht. Was mich fertig macht, ist wenn etwas wirklich GROTTENSCHLECHT ist und dann auf meinem Tisch landet.

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Corona-Verschwörungstheorien: Wer am lautesten schreit

Als Studentin habe ich mal in einem Café gearbeitet. Unmittelbar darüber befand sich eine Sprachenschule. Das Café war eher schlecht besucht, aber in den Pausen kamen die Sprachschüler*innen hereingeströmt, um ihren Pausencappuccino zu trinken. In meiner Schicht lief das reibungslos, denn ich lauerte immer schon mit einer Menge vorbereiteter Tassen auf den Ansturm. Aber wer aus dem Pulk von Menschen, die mir am Tresen ihre Bestellungen zuriefen, bekam den Kaffee zuerst? Immer die, die am lautesten schrien.

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