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Büronymus Beiträge

Interview mit Melanie Paul:
„Ich brenne fürs Unterrichten – nicht unbedingt für Statistik“

Wer Psychologie studiert, kommt an Statistik nicht vorbei. Bekanntlich hat mich ja schon mein erstes Statistik-Seminar nachhaltig verstört. Aber danach kam noch ein zweites – der Legende nach sollte es sogar einfacher sein als das erste. Als ich die Studienbriefe aufschlug, traf mich schier der Schlag: seitenweise Formeln, kaum Erklärungen.

Das Ganze war mal wieder von einem Mathematiker geschrieben, dem offensichtlich seine Leserschaft (darunter viele middle-aged women wie ich, deren Abi 30 Jahre her ist und die sich nicht mal mehr erinnern können, was ein verdammter |Betrag| ist) pupsegal ist. Da ich ja selber Verständlichkeit unterrichte, macht mich das immer total fuchsig, wenn jemand es einfach nicht nötig hat, auf seine Zielgruppe einzugehen.

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Habemus E-Bike

Hurra, ich hab ein E-Bike! Es war gar nicht so einfach, eins zu finden. Das lag vor allem daran, dass ich überhaupt nicht wusste, was ich wollte. Früher bin ich – wenn überhaupt – Citybike gefahren und der tägliche Anblick der radelnden Prenzlmütter mit Weidenkorb und Blümchenkette am Lenker tat wohl ein Übriges, hehe. Daneben kannte ich nur Hollandräder – also dachte ich, eines davon würde schon zu mir passen. Aber das war ein Irrtum.

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Technikterror

Vielleicht werd ich einfach alt. Aber langsam macht mich dieser Technikterror wahnsinnig. Es fing an mit Facebook. Ich wollte damals gar nicht rein, aber Facebook schickte mir ständig E-Mails, in denen stand, wer von meinen Kontakten schon alles auf Facebook sei. (Eigentlich schon voll der penetrante Erstkontakt. Und woher kannten die überhaupt meine Kontakte? Haha.)

Dann kam mein erstes Fernstudium und da wir Studis über ganz Europa verstreut waren, schien es eine gute Idee zu sein, via Facebook in Kontakt zu bleiben. (Fun fact: Habe eigentlich zu niemandem aus dem Studium mehr Kontakt, leider. Dafür weiß ich genau, wo sie wann im Urlaub waren und wie alt ihre Kinder gerade sind. Is ja auch was.)

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Eine Frage der Ehre

Heute habe ich einen neuen Geschirrspüler bekommen. Das ist fantastisch, denn obwohl mir klar ist, dass wir alle in der Pandemie ganz andere Sorgen haben: Zwei Wochen ohne Geschirrspüler sind hart! Man glaubt gar nicht, was eine Frau und ein Kater so für Abwasch produzieren … 😀 Das neue Gerät ist besser als das alte, war günstig, wurde in schlappen drei Tagen geliefert, also alles tippitoppi – wenn da nicht die Handwerker wären.

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Es grünt so grün

Das Leben ist voller Überraschungen. Heute zum Beispiel bin ich überraschend Mitglied bei den GRÜNEN geworden. Und das kam so: Ich ging online und las, dass die Kanzlerkandidatin der GRÜNEN Annalena Baerbock heißt. Und das hat mich so umgehauen, dass ich sofort einen Mitgliedsantrag ausgefüllt habe. So kann’s kommen. 😉

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Die strickende Frau

Alle paar Jahre kann ich meine Websites nicht mehr sehen – ein neues Design muss her. So ging es mir neulich mit meiner Kruegertext-Seite, sie erschien mir plötzlich altbacken und auch inhaltlich überholt. Ich wollte mehr Design, Slider, Kacheln, alles schön klicki-bunti. Ich kaufte mir ein riesiges WordPress-Theme, das alles kann. Nachdem ich eine Woche daran rumgeschraubt hatte, war ich erschöpft und überfordert. Mir wurde klar: Das bin ich eigentlich gar nicht. So sind auch meine Texte gar nicht.

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Das Erfolgsgeheimnis

Als ich in Lugano studierte, wohnte ich wie die meisten meiner Kommiliton:innen immer im selben Hotel. Es hatte seine besten Zeiten schon hinter sich und hätte eine herrlich gruselige Kulisse für einen Thriller abgegeben. Aber immerhin machten die Besitzer:innen uns ausländischen Studis einen guten Preis. In diesem Preis allerdings nicht inbegriffen war Freundlichkeit. Für mich als Berlinerin natürlich nix Neues 😀 , aber für die Schweiz war das schon ungewöhnlich. Vielleicht bekam das Personal ja jedesmal schlechte Laune, wenn sie uns sahen, weil sie an den Rabatt denken mussten. Meine Kommiliton:innen aus freundlicheren Ländern wie Irland warf die ruppige Behandlung richtig aus der Bahn.

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Der Kongress der Tiere

Erschöpft leckte sich die Löwin das Fell. Puh, es war nicht so einfach gewesen, Abgeordnete aller Wildtierarten nach Afrika zu bekommen. Andererseits wurden es von Jahr zu Jahr weniger – daher war es leichter als beim letzten Gipfeltreffen. Der World Wild Animal Congress (WWAC) war eine logistische Herausforderung: die Anreise von allen Kontinenten, die riesigen Wasserbecken für die Meeres- und Süßwassertiere, die Schwertransporte für die Großtiere. Nicht zu vergessen die Sicherheitsvorkehrungen für die Tierarten, die von anderen als Mittagssnack betrachtet wurden. Und dann musste man auch noch den Delphinen und Schimpansen in den Allerwertesten kriechen, damit sie netterweise wieder dolmetschten. Die bildeten sich ganz schön was ein auf ihre Intelligenz.

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Meinung vs. Bildung

Je mehr ich mich mit Wissenschaft beschäftige, desto mehr fahre ich darauf ab. Wie Wissenschaft Wissen schafft, das fasziniert mich. 🙂 Wobei ich auch sagen muss, dass die Wissenschaft einen eher schlechten Job gemacht hat, wenn es darum geht, den Rest der Gesellschaft mitzunehmen. Die Forscher*innen forschen so vor sich hin – aber wir kriegen wenig davon mit. Schon in meinem Masterstudium war ich erstaunt, dass es ja wissenschaftliche Erkenntnisse zu Marketing und PR gibt. Ach, was! Man weiß ziemlich genau, was bei wem wie wirkt. Leider interessiert das die meisten Werbetreibenden nicht. Stattdessen heuern sie irgendwelche Berater an, die ihnen für teures Geld ihr Bauchgefühl verkaufen.

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Eine Hand wäscht die andere

Jede Beziehung sei für ihren Onkel Donald transactional, schreibt Mary Trump in ihrem Buch. Und seitdem denke ich darüber nach, ob das nicht im Kapitalismus für so gut wie alle Beziehungen gilt: dass Beziehungen geschäftlicher Natur sind, a mere transaction, ein Geben und Nehmen, ein freundliches „eine Hand wäscht die andere“. In der Großstadt, wo man mit den meisten Menschen nur eine oberflächliche und fragile Verbindung hat, ist das auf jeden Fall so.

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