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Büronymus Beiträge

Die Zone des Interesses

Manche Filme wirken länger nach. So ging es mir mit „The Zone of Interest“. Wobei ich erst mal seltsam unbeeindruckt aus dem Kino rausging: Klar, ein filmisches Meisterwerk, die Kamera, das Kostümbild, die Schauspieler*innen. Aber eigentlich habe ich nichts Neues erfahren. So sind wir halt, wir Deutschen. Einfach nicht hinsehen, dann geht’s schon. Geht uns alles nichts an. Wir machen hier nur unseren Job und können doch auch nichts dafür.

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Die Sekte als Firma – und umgekehrt

Meine Faszination für Sekten ist ungebrochen. Ich ziehe mir fast jede Doku dazu rein, und Netflix & Co. bieten wirklich eine ganze Menge zu dem Thema. Alle Sekten sind in ihren Grundprinzipien gleich und doch verschieden. Ich glaube, was mich an diesem Thema fasziniert, ist die Tatsache, wie aus selbstständig denkenden, in Freiheit aufgewachsenen Menschen Roboter werden, die ihrem Anführer blind folgen – in der Regel ins Verderben. Da wirken psychologische Mechanismen, vor denen letztlich kein Mensch gefeit ist, egal für wie aufgeklärt und schlau er sich hält.

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Klopf, klopf! Wer ist da? Der Fachkräftemangel!

Seit über 8 Jahren bin ich jetzt als Texterin und Autorin selbstständig – und genauso lange schreibe ich schon Artikel über den Fachkräftemangel. Wie er sich verschärft und verschärft, dieser Schlingel. Der große Unterschied zu früheren Jahren ist, dass ich ihn jetzt schmerzhaft im Alltag spüre. Wenn ich daran denke, dass das erst der Anfang ist, wird mir schlecht.

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Marktplatz der Eitelkeiten

Wir müssen über LinkedIn reden. Ich guck ja nur selten rein, aber jedesmal denke ich: Holla, was geht denn da ab? Nachdem Xing sich ja gekonnt in die Bedeutungslosigkeit manövriert hat, ist LinkedIn – von mir weitgehend unbemerkt, da ich ja auf Twitter und neuerdings Bluesky wohne – zu einer Art Business-Instagram auf Koks mutiert. Vor Kurzem hab ich wieder mal einen Blick riskiert und mich gefragt, ob ich es eigentlich noch mit meiner Würde vereinbaren kann, dort ein Profil zu haben.

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Danke, Italien

Zurück aus dem Italien-Urlaub stellt sich wieder mal die Frage: Warum lebe ich hier und nicht in Italien? 🙂 Die Schönheit, das Essen! Aber nicht nur das. Während ich meinen postmediterranen Blues mit Pasta und mitgebrachtem Wein bekämpfe, analysiere ich, warum ich dort so entspannt bin und hier nicht.

Also, mal abgesehen davon, dass ich hier einen Alltag, ein Business und Familie mit allen damit verbundenen Problemen habe und dort nicht. Eines fiel mir diesmal besonders auf. Es ist nicht nur die Freundlichkeit, die man als Touristin ja irgendwie auch erwartet. Zwei Zutaten habe ich entdeckt, die vielleicht das vita ein bisschen mehr dolce sein lassen.

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Mein Buch: Wenn das Ego leise wimmert

Irgendwann Anfang des Jahres klingelte mein Telefon. Ist es der ersehnte Anruf aus Hollywood? Naja, fast. Ein Literaturagent hat mein Blog entdeckt und findet toll, was ich schreibe und wie. Er will einen Verlag für mein Buch finden. Endlich, denke ich. Ich dränge mich ja ungern auf und werde lieber entdeckt. Hat ja damals bei der ZEIT auch geklappt.

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Die Größenwahnsinnigen

Ich weiß nicht, ob Ihr diese Tauchboot-Geschichte verfolgt habt. Auf dem Weg zum Titanic-Wrack war ein „experimentelles“ Tauchboot verlorengegangen, wurde tagelang vermisst, bis letztlich ein paar Überreste des Gefährts auf dem Meeresboden entdeckt wurden. Es ist höchstwahrscheinlich implodiert – Genaueres weiß man noch nicht. Das ist alles sehr tragisch für die fünf Passagiere, die bei diesem Abenteuer umgekommen sind und für deren Angehörige. Vor allem wäre es vermeidbar gewesen.

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Hormonersatztherapie: Der stille Skandal

Manchmal wird man ja von mehreren Seiten auf ein Thema gestoßen. So ging es mir mit Dr. Sheila de Liz und ihrem Buch „Woman on fire“. Erst hörte ich einen Podcast mit ihr, dann meinte eine Verwandte, ich solle das doch mal lesen. Schließlich sei ich ja in den Wechseljahren. Puh, ein Buch über die Menopause – das klang für mich ungefähr so attraktiv wie ein Pamphlet über Pumpensysteme oder, ähm, Statistik. Dann hab ich das Buch gelesen und es hat mein Leben verändert. Es hat mich aber auch echt wütend gemacht.

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