Zum Inhalt springen

Büronymus Beiträge

Bitte nicht die Daumen drücken

Als freie Autorin bewirbt man sich ja nicht. Man wird gefunden – oder, in meinem Fall selten genug, schickt man selbst mal was irgendwohin: „Hey, ich hätte Bock, für Euch zu schreiben. Wie sieht’s denn aus?“ Das kostet mich schon Überwindung, aber vor kurzem hab ich’s getan. Natürlich musste ich das aufregende Ereignis gleich mit meiner Twitter-Gemeinde teilen. Oft schreiben Leute bei Twitter dann dazu: „Drückt mir bitte alle die Daumen.“ Hab ich aber nicht.

4 Kommentare

Endlich fertig

Habemus Rosengitter! Es hat mehrere Wochen gebraucht, aber jetzt ist es fertig. Ich habe es zusammengeschraubt, die Pfosten eingegraben und der große Rosenbusch steht wieder wie ne Eins. Das klingt vielleicht nicht nach einer sonderlich großartigen Leistung, aber ich bin echt stolz darauf. Die Nachbarin hatte Zaunteile übrig, eins davon ein Gitter. Dazu ein paar Pfosten. Und da der große Rosenbusch immer mehr auseinanderfiel, dachte ich mir: Links und rechts nen Pfosten dran und fertig ist ein prima Rosengitter! Gesagt, getan.

1 Kommentar

Wie Unternehmen unsere psychischen Bedürfnisse ausbeuten

Mann, Mann, Mann, das ist mal wieder eine Überschrift, die so gar nicht rockt. Überhaupt nicht suchmaschinenoptimiert. Kein Mensch googlet was mit Ausbeuten, außer mir wahrscheinlich. 😉 Ausbeutung, das riecht nach Marx, das klingt unsexy, anstrengend. Das will doch keiner lesen. Abtörner! Wenn man Ausbeutung hört, macht sich sofort ein schlechtes Gefühl breit. Es beschleicht einen der Verdacht, dass man vielleicht selbst betroffen sein könnte. Werde ich ausgebeutet? Ich Opfer. Beute ich andere aus? Ich Schwein. So oder so, ein richtiges Scheißthema.

5 Kommentare

Umsonst und draußen

Gelegentlich bekomme ich Anfragen, ob ich Lust habe, umsonst zu arbeiten. Das wird natürlich nicht so ausgedrückt. Sondern so:

Soweit ist erst mal alles klar, Thema, Zeichenzahl und Deadline – das klingt nach einem Auftrag. Nur von einer Bezahlung ist keine Rede. Ich frage also höflich nach, in etwa so: „Vielen Dank, an sich gerne, wie sieht’s denn mit Honorar aus? Ich lebe nämlich vom Schreiben.“ Als Antwort kommt so ein unsägliches Bla, was man ja für eine tierische Reichweite habe usw.

8 Kommentare

Jeden Monat tausend Euro:
Was würdest du tun?

„Wenn du gewinnst, musst du aber auf die Bühne springen.“ Pressesprecherin Vroni grinst. Ich stehe in einem zum Studio umfunktionierten Großraumbüro in Neukölln, umgeben von Kameras und Bildschirmen. Auf der Bühne vor mir werden gleich 132.000 Euro verschenkt – an irgendwen. Wie jeden Monat verlost ein Verein mehrere bedingungslose Grundeinkommen an registrierte Teilnehmer*innen. Heute bedeutet das: Elf Menschen werden einen Betrag von 1.000 Euro im Monat bekommen. Ein Jahr lang. Ohne jede Bedingung.

8 Kommentare

Von den Bergen lernen

Erst mal ein lustiges Gedicht. Dann die nicht ganz so lustige Story dazu.

Die Bergkönigin

Wer schnauft und ächzt bergauf mit Not?
Es ist die Bergkönigin – schon jetzt halbtot.
Trotz Stütze durch der Stöcker zwei
Zieht jeder flugs an ihr vorbei.

Gazellengleich sieht sie die andern
Schon fast im Lauf nach oben wandern.
Nun ja, sie wusste vorher schon:
Es mangelt ihr an Kondition.

7 Kommentare

Die ehrliche Bewerbung

Seien wir ehrlich: Der ganze Bewerbungszirkus ist wahnsinnig ineffektiv, oft frustrierend für beide Seiten und – was noch schlimmer ist – extremer Psychostress für die Bewerber*innen. Vor einiger Zeit führte ich mit Ardalan Ibrahim ein Interview darüber, wie es anders gehen kann.

Er ist nämlich seit vielen Jahren Bewerbungscoach in München und hat mir von seinen Erfahrungen aus der Praxis erzählt. Es war ein ganz erstaunliches Gespräch: Unter anderem schlug Ardalan vor, dass Bewerber*innen doch einfach in ihre Bewerbungen reinschreiben könnten, was genau sie suchen. Und Unternehmen in ihre Anzeigen genauso.

Aber es kam noch verrückter: Nach dem Interview teilte mir Ardalan mit, ich könne damit machen, was ich wolle.

5 Kommentare