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Büronymus Beiträge

Aufbruchstimmung

Vielleicht ist es der Frühling, aber irgendwie habe ich wieder Mut gefasst. Die Pandemie scheint vorbei zu sein, sogar ich wage mich jetzt ohne Maske in den Supermarkt. Der Krieg deprimiert mich zutiefst, vor allem die unfassbar dystopischen Methoden der Russen. (Dazu später mehr – ich dachte, ich gönn Euch mal ne Verschnaufpause und berichte was Positives 😉 ). Aber dennoch hat mich eine gewisse Aufbruchsstimmung erfasst. Ich meine, ich kann mich wirklich nicht beschweren über mein Leben. Ob ich meinen Traum vom Landleben jemals realisieren kann, ist komplett offen. Daher habe ich beschlossen, mich ein bisschen ans Finetuning meiner realen Existenz zu machen.

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Ganz nah dran

Ich will über Russland schreiben. Russland, den Aggressor, Russland, die Kriegsmaschine, Russland, die Propagandamaschine. Russland, das Land meiner Kindheit. Das bisschen Russland, das noch in mir ist. Ich würde lieber über die Ukraine schreiben – wie stark, wie freiheitsliebend, wie clever sie ist. Aber ich weiß nichts über das Land, es spielte bisher keine Rolle in meinem Leben. Ich fange jetzt erst an zu lernen.

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Schon wieder Krieg

Es ist Krieg in Europa. Viele haben vergessen, wie sich das anfühlt. Sie haben vergessen, dass Putins Leute schon seit 2014 in der Ostukraine ihr Unwesen treiben. Wer von “75 Jahren Frieden in Europa” faselt, hat den Jugoslawienkrieg verdrängt. Der letzte Krieg, wenn auch “nur” am Rande Europas, war der Drohnenkrieg der Aserbaidschaner gegen die Armenier*innen in Bergkarabach. Ach, und dann gibt’s ja noch Syrien – naja, ist ja auch weit weg. Auf Wikipedia gibt es eine Liste aller aktuellen Kriege, fein säuberlich nach Anzahl der Opfer sortiert.

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Interview mit Carmen Chraim: Comedian, Araberin, Ingenieurin

Es gibt immer noch wenige weibliche Comedians, noch weniger arabische und vermutlich nur eine einzige, die auch noch Ingenieurin ist. Nachdem ich in meiner Regionalzeitung über Carmen gelesen hatte, ging ich auf ihre Homepage und musste sehr über ihre Witze lachen. Also war klar, dass ich mehr über ihre Story herauszufinden wollte. Das Interview fand via Zoom statt. Im Sommer hatte ich auch Gelegenheit, Carmen live zu erleben. Ich sag’s mal so: Sie war die Königin des Abends und mit Abstand (haha!) die lustigste Person auf der Bühne.

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Filmkritik: Kognitive Dissonanz bei der BILD-Zeitung

Bisschen late to the party, aber ich habe vor Kurzem die BILD-Doku auf Prime gesehen. Ihr Titel “BILD. Macht. Deutschland?” ist genauso unangenehm wie die ganze Doku. Das Filmteam hat die BILD-Redaktion ein Jahr lang begleitet, völlig unzensiert. Zensur wäre aber auch gar nicht nötig gewesen, denn das Filmteam war wohl komplett verzaubert von BILD. “Das ist doch ein Werbefilm für die BILD-Redaktion”, dachte ich anfangs irritiert. Kritische Fragen, Konfrontation mit Fakten, journalistische Einordnung? Fehlanzeige.

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Die große Vermarktung

“Was würdest du machen, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest?”, fragte ich einen Freund. “Ach geil”, meinte er, “dann müsste ich mich nicht mehr auf XING und Linkedin selbst vermarkten.” Ich glaube, er war selbst überrascht, dass ihm das als Erstes eingefallen ist.

Das mit der Selbstvermarktung kannte ich ja früher nicht. Im Osten haben wir einfach gearbeitet und gut war’s.

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Brunch mit Annalena

Vor vielen Jahren hatte ich einen Traum. Es war einer von diesen Träumen, die man nicht vergisst. Ich bekam einen Anruf vom Secret Service (im Traum wundert man sich ja über nix): Die Bundeskanzlerin habe den Wunsch geäußert, sich mit normalen Menschen zu treffen, sie wolle mal wissen, wie sich das Volk so fühlt und über ein Losverfahren sei ich ausgewählt worden. Im echten Leben hätte ich mit “Haha, sehr witzig!” aufgelegt, aber im Traum sagte ich sofort zu.

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Augen auf bei der Branchenwahl

Neulich habe ich mich mit einer Nachbarin köstlich amüsiert. Wir haben Witze gerissen, ein Gag jagte den anderen. Irgendwie schien sie denselben Humor zu haben wie ich, einen sarkastischen Blick auf die Welt. Das passiert mir nicht so oft, um nicht zu sagen: so gut wie nie. Ich war verblüfft. Dann stellte sich heraus, dass sie früher beim Fernsehen war – genau wie ich. Ach, dachte ich, kiek an. Es gibt wohl so eine Art Branchenhumor.

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