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New Work: Alles nur ein Missverständnis

Kann man mit Arbeit glücklich werden? Darf man das überhaupt hoffen, wo das Leben doch kein Ponyhof ist? Und wenn ja, wie geht man das am besten an? Diese Fragen stellen mir Menschen immer wieder und ich gehe ihnen auch in MEINEM BUCH™ (nein, immer noch nicht fertig) nach. Wie so oft gibt es kein Patentrezept. Aber einige gute Ideen. Eine stammt von dem österreichisch-US-amerikanischen Philosophen Frithjof Bergmann: die Neue Arbeit, auch bekannt als New Work. Im Gegensatz zu vielen anderen seines Faches testet er seine Idee seit Jahrzehnten in der Praxis – und hat 2004 ein Buch darüber geschrieben. Das Problem: Kaum jemand hat’s gelesen.

Das behaupte ich einfach mal, denn während Unternehmen sich gern mit dem Begriff New Work schmücken (und XING sich sogar danach benamst hat), scheinen die wenigsten zu wissen, worum es wirklich, wirklich geht. Bergmanns Grundidee ist, die Arbeitszeit aufzuteilen in:

  1. Brotjob (Lohnarbeit)
  2. Herzensjob („Arbeit, die man wirklich, wirklich will“) und
  3. Hightech-Selbstversorgung

Eine clevere Idee, denn eins kann ich auch aus meinen eigenen Experimenten der vergangenen Jahre bestätigen: Es ist nicht so einfach, vom Herzensjob zu leben. Das, was man „wirklich, wirklich will“ und das, was der Markt will, sind nun mal nicht immer deckungsgleich. Anfangs war es mein Ziel, ausschließlich von meinen eigenen Artikeln, Vorträgen und Kursen zu leben. Leichter ist es aber für mich, von kommerziellen Texten zu leben. Der Mix macht’s.

Einige Probleme bleiben. Zum Beispiel, dass zu wenig Zeit und Energie für meine eigenen Projekte bleibt. Das Geld immer vorgeht. Oder vielleicht will ich den Herzensjob auch nicht genug oder habe ihn noch gar nicht gefunden. Aber trotzdem, intuitiv habe ich letztlich das gemacht, was Bergmann vorschlägt: Herzens- und Brotjob zu kombinieren. Millionen kellnernder Künstler*innen gefällt das. 🙂

Das künstlerische Mindset

Genau dieses kreative, künstlerische, intellektuelle Mindset bringen vor allem Akademiker*innen in die Arbeitswelt mit – und verändern sie dadurch. Bergmann macht z. B. das wachsende Unbehagen an einer autoritären Unternehmenskultur daran fest, dass der Anteil der Akademiker*innen in Unternehmen ständig wächst.

Um es anhand der Büronymus-Bedürfnispyramide (frei nach Maslow) zu sagen: Im Vordergrund stehen die beiden oberen Ebenen: individuelle Gestaltungsfreiheit und Selbstverwirklichung. Es sind also lauter kleine Lagerfelds, die da mittlerweile durch die HORGs hüpfen, auf der Suche nach Erfüllung im Job.

Das erste Missverständnis lautet daher: Neue Arbeit verträgt sich nicht mit einer autoritären Kultur – looking at you, HORGs!

Denn die künstlerisch gesinnten Akademiker*innen sind hochmotiviert, erwarten aber dafür maximale Flexibilität und Mitsprache. Kommt man ihnen mit den Insignien der traditionellen Arbeitswelt wie festen Arbeitszeiten und -orten, Kontrolle der Arbeitsweise, autoritärer Führung, Zielvereinbarungen und dem ganzen Quatsch, so kann das nur schiefgehen. Deshalb implodiert die traditionelle Arbeitswelt auch gerade. Bergmann spricht von zwei nebeneinander existierenden Kulturen.

Eine neue Kultur – eine neue Gesellschaft

Bergmann hat sein Buch „Neue Arbeit, Neue Kultur“ genannt – und möglicherweise will er damit sagen, dass das eine nicht ohne das andere verändert werden kann. Beides hängt zusammen, es gibt eine Wechselwirkung. Wenn wir anders arbeiten, wirkt sich das auf unsere Kultur, unser Zusammenleben aus. Und umgekehrt.

Bei Kultur denkt man vielleicht zuerst an Unternehmenskultur, aber davon ist keine Rede. Bergmann kritisiert die Gesellschaft, in der wir leben, und hält die „offizielle Kultur“, in der man morgens zur Arbeit geht, sich eine Maske aufsetzt und eine Rolle spielt, für überlebt:

Zu den Klischees, die mit der Kultur der Angepassten, der Biedermänner, der Spießbürger verbunden sind, gehören der Nadelstreifenanzug der Männer und das klassische dunkelblaue Kostüm der Frauen …

Wer fühlt sich eigentlich in dieser offiziellen Kultur noch wohl?

Das ist das zweite Missverständnis: Die Neue Arbeit, Neue Kultur (NANK) ist mitnichten ein Maßnahmenpaket für die HR-Abteilung (ein bisschen Homeoffice hier, ein bisschen Shared Desk da) – sondern eine gesellschaftliche Utopie, eine kühne Vision eines alternativen Wirtschaftssystems. Sie war nie dazu gedacht, Unternehmen als Feigenblatt zu dienen in Kombination mit modischen Schlagworten wie Agilität, Selbstorganisation, Holokratie oder Scrum. So etwas mag für Unternehmen sinnvoll sein – hat aber nichts mit New Work zu tun.

Lohnarbeit kann weg

Bergmanns Ideen sind revolutionär. Und in Unternehmen fehl am Platz. Bergmann ist nämlich überhaupt kein Fan der Lohnarbeit, milde gesagt:

Das Lohnarbeitssystem ist nur eine Weise, die Arbeit zu organisieren und zu strukturieren, und eine problematische noch dazu.

Wir haben keine Zeit mehr für unsere Freunde und auch nicht mehr viel Zeit für unsere Kinder. Unsere früheren zwischenmenschlichen Beziehungen sind dahin, aber sie hinterließen keinen leeren Raum. Unsere Arbeit hat, wie Wasser, jede Ecke und jeden Winkel ausgefüllt.

Nicht wir sollten der Arbeit dienen, sondern die Arbeit sollte uns dienen.

Entscheidend war für uns die Reduzierung der Abhängigkeit von der Lohnarbeit, der Ausbruch aus dieser Knechtschaft.

Bergmann geht hart mit der Lohnarbeit ins Gericht: Sie habe die Menschen verunstaltet, sie sei für viele eine Art „milde Krankheit“, sie kann sogar tötlich sein – früher im Bergbau oder im Krieg, heute durch Stress. Sie sei zu einer ehrenvollen Pflicht erklärt worden, für die die Ausgebeuteten auch noch dankbar sein sollen. Lohnarbeit wird außerdem von HORGs dazu benutzt, die Politik zu erpressen: die berühmten Arbeitsplätze, die es um jeden Preis zu erhalten gilt. Lohnarbeit ist zum Wert an sich geworden, sie penetriert unser Leben.

Fast schon wehmütig erinnert sich Bergmann, wie in dem österreichischen Dorf seiner Kindheit Feste und Hochzeiten ausgiebig und mehrere Tage lang zusammen gefeiert wurde. So etwas wäre heute undenkbar.

Vor allem sei Lohnarbeit unnatürlich – ein Schluss, zu dem ich auch immer mehr komme. Denn sie kostet uns Energie, statt dass wir Energie durch sie gewinnen. Immer wieder kann man feststellen, wie viel Energie frei wird, wie Menschen aufblühen, wenn sie plötzlich selbstbestimmt etwas Sinnvolles tun können: Sei es beim Kampf gegen das Hochwasser, bei der Versorgung Geflüchteter oder bei den Klimaprotesten. Es ist, als hätten sie darauf gewartet, als wären sie überreif dafür.

Missverständnis Nr. 3: Bei Neuer Arbeit, neuer Kultur geht es nicht darum, die Lohnarbeit schöner zu machen. Es geht um die Befreiung aus der Knechtschaft der Lohnarbeit – hallo?! Es geht um Selbstbestimmung und Freiheit, um Selbstständigkeit – und nicht darum, die Lohnarbeit ein bisschen erträglicher zu machen, indem man von einem unterdrückerischen Job in einen etwas weniger schlimmen wechselt.

HORGs im Abstieg

Genau wie ich ist Bergmann davon überzeugt, dass das Big Business (HORGs) ausgedient hat. Anzeichen dafür gibt es genug: massiven Stellenabbau, Krisen und Führungschaos, immer mehr Insolvenzen großer Firmen. Die Gründe sieht er vor allem darin, dass diese Organisationen zu groß und unflexibel sind, um schnell auf den Druck der aktuellen gesellschaftlichen Trends zu reagieren: Digitalisierung/Automatisierung und Globalisierung.

Diese Unflexibilität wird für Bergmann symbolisiert durch Bürotürme – gläserne, seelenlose Ungeheuer, bei denen ich mich immer wieder frage: Wer will da eigentlich noch arbeiten? Nicht von ungefähr suchen Startups und Kreative nach Alternativen: alten Brauereien, Lagerhallen und vermehrt auch Gutshöfen auf dem Land. Lohnarbeit soll wenigstens nicht mehr nach Lohnarbeit aussehen und sich auch immer weniger danach anfühlen.

Um der Unflexibilität zu entkommen, versuchen viele HORGs, agil zu werden, wenigstens in einer Abteilung, wenigstens in einem Innolab. Das ist ungefähr so, als würde ein Elefant versuchen, den Tanz einer Libelle zu lernen. Wenigstens mit einem Bein. Viel Erfolg kann man da nur wünschen. Missverständnis Nr. 4: HORGs können sich irgendwie durch die kommenden stürmischen Zeiten retten, indem sie sich das Label „New Work“ verpassen.

Unternehmen als Verb

Überhaupt ist Bergmann der Meinung, dass wir eine überkommene Vorstellung von Digitalisierung und Automatisierung haben. Bzw. dass es uns an Fantasie mangelt, uns etwas anderes vorzustellen, als eine Steigerung dessen, was schon ist. Wir stecken mental im Zeitalter der Industrialisierung fest und stellen uns einfach immer größere Fabriken mit noch mehr Roboterarmen und noch mehr Bildschirmen vor. Bergmann sieht das anders. Denn die fortschreitende Digitalisierung schafft die Möglichkeit zur Dezentralisierung.

Kleine, dezentrale Einheiten werden in der Lage sein, Teile oder ganze Produkte selbst vor Ort (z. B. auf dem Dorf) selbst herzustellen. Missverständnis Nr. 5: „Unternehmen“ im klassischen Sinne, also als fixe, räumliche Einheit mit einem festen Stamm an Menschen, braucht es bald nicht mehr. Wir werden in der Lage sein, uns unsere eigenen Arbeitsplätze zu schaffen. Vielleicht wird das Wort Unternehmen dann wieder mehr als Verb gebraucht werden. Dann heißt es nicht mehr: „Bei welchem Unternehmen arbeitest du?“ Sondern: „Was unternimmst du gerade?“

Mysterium Hightech-Selbstversorgung

Zurück zu Bergmanns Idee der dreigeteilten Arbeit. Der Brotjob ist klar, die ungeliebte Lohnarbeit. Sie wird schrumpfen – das ist das Ziel. Dafür nimmt der Herzensjob, also die Arbeit, die man wirklich, wirklich will, immer mehr Raum ein. Aber was ist mit dem dritten Punkt: der Selbstversorgung? Dieser Punkt war mir immer unklar und der eigentliche Grund, endlich mal Bergmanns Werk zur Hand zu nehmen. Tatsächlich widmet er diesem Punkt einen großen Teil des Buches.

Selbstversorgung interessiert mich sehr, spätestens seit ich gelesen habe: „Eigenes Gemüse anbauen ist wie eigenes Geld drucken.“ Soll heißen: Indem man bestimmte Dinge wieder selbstherstellt, spart man Geld – und muss dann weniger arbeiten. Den Gedanken, weniger Geld brauchen zu müssen, hatte ich auch, habe ihn aber anders gelöst. Eine der größten Ausgaben waren immer meine Reisen. Durch ein Haustauschnetzwerk spare ich mir die Ausgaben für die Unterkünfte – ein Riesenvorteil. Und nebenbei lernt man noch nette Leute kennen. Ich denke daher, dass Tausch- und Sharing-Modelle hier mit reingehören.

Allerdings legt Bergmann Wert darauf, dass wir uns „hightech“-selbstversorgen. Es geht also nicht nur um Gemüse aus dem eigenen Garten und selbstgenähte Kleidung, sondern um die Eigenproduktion hochwertiger elektronischer Ware, z. B. eines Handys oder einer Mikrowelle – oder sogar eines Hauses. Wäre es nicht phänomenal, wenn man sich super kostengünstig ein eigenes Haus bauen könnte, aus Lehm oder wiederverwendeten Plastikflaschen? Wie würde das den Immobilienmarkt, unsere Gesellschaft verändern?

Das mag jetzt sehr futuristisch klingen, aber der Hersteller meines Staubsaugerroboters ist da schon ziemlich weit: Wenn Teile kaputt sind, kann man sie per Telefon nachbestellen und mit der Unterstützung von Youtube-Videos selbst einbauen. Ich könnte mir vorstellen, dass sowas auch bei vielen anderen Geräten möglich wäre. Von da bis zur eigenen Herstellung ist es dann nur noch ein weiterer Schritt. Voraussetzung ist, dass die Produkte dann auch so gebaut werden, dass sie einfach zusammensetzbar sind. Da wären wir wieder bei IKEA. 🙂

Produkte selbst ausdrucken

Als Bergmann das Buch im Jahr 2004 verfasste, steckte der 3D-Druck noch in den Kinderschuhen. Insofern waren seine Ideen visionär. Heute designen Kinder ihr Spielzeug am Computer selbst und drucken es sich dann aus. Die Möglichkeit, dass man sich einen Code oder Bauplan auch für kompliziertere Objekte – sagen wir ein Handy – im Internet bestellt und dann zuhause mit einem Fabber, einem Personal Fabricator, ausdruckt, scheint mir nicht mehr so weit weg zu sein. Dabei fällt übrigens sehr wenig Abfall an, da nichts mehr gesägt, gefräst, gebohrt oder gedrechselt werden muss.

Frithjof Bergmann weist darauf hin, dass Lagerung, Zusammenbau und Vertrieb von Ware einen Großteil der Kosten für Produktionsfirmen ausmachen. IKEA hat das früh erkannt. Was läge also näher, als immer mehr Arbeit auszulagern zu den Kund*innen? Und die dann aber auch für ihren Anteil an der Arbeit zu bezahlen? Minifactorys könnten auch in Nachbarschaftszentren gemeinsam betrieben werden. Und dann heißt es: „Momentchen, ich geh mal eben rüber, mir einen neuen Fahrradreifen ausdrucken.“ Endlose Möglichkeiten! 😀

New Work in der Praxis

Bergmann ist kein Ökonom, sondern Philosoph und geht daher recht frei an das Thema ran. Aber er beschränkt sich nicht auf Gedankenexperimente – viele seiner Ideen hat er in diversen Projekten (z. B. mit Jugendlichen, Ureinwohner*innen und Fließbandarbeiter*innen) in die Praxis umgesetzt. Eine der heftigsten Szenen im Buch beschreibt, wie Bergmann in einem Indianer*innenreservat auf eine Gruppe Männer traf, die frühmorgens in Decken gewickelt in der Kälte standen – in einer Art Schockstarre. Sie warteten auf ihre wöchentlichen Hilfszahlungen. Jeglicher Antrieb, selbst etwas auf die Beine zu stellen, war bei ihnen abgestorben. Bergmann konnte sie für ein Projekt gewinnen, aber es gestaltete sich schwierig … (Will hier nicht spoilern, falls Ihr das Buch selbst lesen wollt.)

Bergmanns Anliegen ist ein zutiefst humanistisches: Er möchte Menschen durch die Neue Arbeit, Neue Kultur stärken, ihre Individualität fördern und zum Vorschein bringen. Das Ziel ist mehr von dem, was ein Mensch „wirklich, wirklich will“. Das Problem: Kaum jemand kann für sich definieren, was das ist. An dieser Stelle des Buches machte sich große Erleichterung bei mir breit. Ich bin nicht die Einzige – es ist ein Massenphänomen, wie Bergmann in jahrzehntelanger Arbeit feststellen musste. Die wenigsten Menschen wissen genau, was sie machen wollen.

Das ist durchaus dramatisch, denn bekanntlich ist es schwierig, ein Ziel zu erreichen, wenn man es nicht kennt. Bergmann spricht von der „Armut der Begierde“, die unsere Gesellschaft erfasst hat. Oder anders gesagt: Schule und Ausbildung treiben uns die Fähigkeit aus zu erkennen, was wir wirklich wollen. Stattdessen lernen wir, das zu tun, was man uns sagt:

Das Letzte, was ein Mensch braucht, ist, dass man seine Individualität abschleift, dass man sie poliert, bis sie verschwunden ist, dass man ihm Beruhigungspillen verabreicht und ihn in den Schlaf singt. Was Not tut, ist, dass man ihn aufweckt!

Aufwecken, aber wie?

Es braucht sehr viel Zeit und Geduld, um die eigene Berufung herauszufinden. Ich behaupte, man findet es nur heraus, indem man es ausprobiert. Wenn ein Unternehmen also wirklich, wirklich New Work umsetzen möchte, hehe, dann vielleicht so:

  1. Ding-dong! Erst mal die Mitarbeiter*innen aufwecken, dann die Lohnarbeitszeit massiv kürzen.
  2. Die Firma dezentralisieren oder an die Beschäftigten übergeben. Arbeitsschritte an die Kund*innen und Mitarbeiter*innen auslagern und dezentrale Produktionseinheiten nahe den Wohnorten gründen, damit Hightech-Selbstversorgung möglich wird. Das ist im Übrigen auch klimafreundlicher, da Pendelei und Transportwege wegfallen.
  3. Berater*innen anheuern, die den Menschen helfen herauszufinden, was sie wirklich, wirklich wollen. Und sie dann peu à peu in das „Abenteuer Leben“ (Bergmann) entlassen.

Neue Arbeit, neue Kultur ist die Vision von einem selbstgeformten und authentischen Leben. Um Frithjof Bergmann noch ein letztes Mal zu Wort kommen zu lassen:

Der zunehmende Druck der Lohnarbeit hat in den letzten Jahren viel von dem erstickt, was einmal die Qualität unseres Lebens ausmachte. Diese Entwicklung könnte heute umgekehrt werden. Wenn immer mehr Menschen die Hightech-Eigenproduktion praktizieren und die Lohnarbeit zurückgeht, dann werden viele Menschen wieder die Zeit und Energie haben, […], das eigene Leben reicher und attraktiver zu machen.

Hallelujah!


Alle Zitate stammen aus dem Buch Neue Arbeit, Neue Kultur von Frithjof Bergmann, Arbor Verlag, 2004.

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3 Kommentare

  1. Was?! Immer noch nicht fertig?! Wie heißt es so schön: Gut Ding braucht Weil! Ich kenne das. Wird bestimmt ein „Hammer-Buch“ bei deiner feinen Beobachtungsgabe und deinem tollen Schreibstil!

  2. Carrie Shawl

    Ich frage mich, ob ich mich wirklich Hightech selbstversorgen möchte. Die Grundidee der Zentralisierung der Arbeit ist ja bereits seit Urzeiten, dass man das macht, was man am Besten kann und das Andere andere machen lässt, die das wiederum besser können. Mich ärgert die seit Jahren immer mehr stattfindende Auslagerung vieler Sachen an den Kunden enorm. Ich will z. B. meine Ware nicht selbst einscannen! Wenn ich das gewollt hätte, wäre ich Kassierin geworden. Das meine ich nicht abfällig, ich kenne Leute, die machen das wirklich mit Leidenschaft.

    Was mich auch etwas nachdenklich macht ist, dass vor allem Frauen, neben den Akademiker*innen scheinbar unter der hierarchischen Form der Arbeit leiden (und deshalb häufig aussteigen, leider in die nächste Abhängigkeit). Wenn man die für das, was sie gerne machen wollen, anständig bezahlen würde, hätten wir keinen Pflegekräfte und Erzieherinnen-Notstand und keinen Sachbearbeiter*innen-Überfluss mehr.

    Was ich genauso sehe ist, dass man mehr Freiheiten für das private/gesellschaftliche haben sollte. Das würde uns vielleicht auch in der (Lohn-)Arbeit etwas gelassener werden und uns dort weniger Not verspüren lassen.

  3. cource

    da versucht aber jemand die rechnung ohne den wirt zu machen, denn ohne die entwertung der arbeitskraft gibt es keinen gewinn für die kapitaleigner, nur durch das überangebot an arbeitslosen die bereit sind für weniger als 12€/std zu schuften sind viele unternehmen inder lage zu überleben, ohne den deutschen niedriglohnsektor würden viele geschäftsmodelle gar nicht funktionieren—viel wichtiger sind die von der politik vorgegeben lebenshaltungskosten wie die wohnungsmiete oder die höhe der rente, wenn die mieten niedrig und die renten hoch wären gäbe es keinen niedriglohnsektor mehr, weil keiner gezwungen wäre sich für’n appel und nen ei ausbeuten zu lassen

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