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Seid doch ganz anders, bitte

Nach der großen Resonanz auf Working while female höre ich öfter die Meinung, Frauen müssten die entsprechenden „Techniken“ hierarchischer (oder arschiger) Kommunikation lernen, um dann das System von innen auszuhöhlen. Oder was auch immer.
Das erinnert mich an Karatefilme: Wir trainieren dich, machen dich hart, statten dich mit einer Rüstung und dem nötigen Waffenarsenal (oder netter: Handwerkszeug) aus und dann gehst du da rein. Cover me, I’m going in.


Ich frag mich immer: Wie soll das bitte aussehen? Ich mache einen Kurs, „Aggressionen für Anfängerinnen“ oder so, in dem ich z. B. lerne, schnurstracks geradeaus zu laufen und alle aus dem Weg zu räumen, die mir entgegenkommen. Denn Ausweichen ist für Weicheier – pardon, für Frauen. Lacht nicht, es gibt solche Kurse.
Agentin des Guten
Wenn ich dann alles gelernt habe, was ich brauche, um in einer HORG oder einer extremen Marktkultur (Stichwort Wolfsrudel, siehe weiter unten) erfolgreich zu bestehen, gehe ich rein und mische bei allem schön mit: bei den Machtspielchen, dem EINE-HAND-WÄSCHT-DIE-ANDERE, dem REVIER-ABSTECKEN und JEMANDEN-ANS-BEIN-PINKELN, beim SCHWANZVERGLEICH, beim ICH-CHEF-DU-NIX, beim JA-DU-BIST-DER-GROSSE-MEISTER-WETTARSCHKRIECHEN, dem STILLHALTEN-BIS-MEINE-CHANCE-KOMMT – und vielleicht sogar beim Königsmord.
All das tue ich natürlich reinen Herzens und ich bewahre mir meine angeborene moralische und kommunikative weibliche Überlegenheit (falls es sowas überhaupt gibt) – bis zu dem Moment, wo ich als Agentin des Guten ganz an der Spitze bin. Und dann kille ich das System mit seinen eigenen Waffen.
Oder, hm, vielleicht auch nicht. Vielleicht beiße ich auch alle anderen weg, damit ich meinen fetten Dienstwagen, mein fettes Gehalt, mein fettes Eckbüro und meine fette Altersvorsorge behalte. Ups, das System hat mich korrumpiert. Die ganze Anpassungsnummer hat zu nichts geführt – außer dass ich jetzt so bin, wie das System mich haben will. Und nicht mehr ich selbst.
OK, zweiter Versuch. Ich lasse das bleiben mit der Machismo-Ausbildung, gehe einfach so rein und vertraue auf meine weiblichen Qualitäten. (Ungefähr so, wie ich es gemacht habe.) Im Gegenzug bekomme ich das Gefühl, falsch zu denken, falsch zu kommunizieren, falsch zu sein. Jahrelang. Es hatte schon seine Gründe, warum ich ein kleines grünes Ü-Ei-Alien auf meinem Schreibtisch stehen hatte.
Wenn ich kämpferischer Natur bin, dann kämpfe ich gegen alles an, was mir falsch erscheint. Und wenn ich nicht gestorben oder krank geworden bin, dann kämpfe ich noch heute…
Meine persönliche Erfahrung ist: Bevor du das System änderst, ändert es dich. Oder es frisst dich auf. Oder es stößt dich aus. Sicher ließe sich mit einer kritischen Masse auf einen Schlag (Frauenquote!) was machen. Aber als einzelne Frauen mit der Idee „Ich verändere das System“ da reinzugehen, halte ich für unrealistisch.
Stop fixing the women! Fix the system
Stop fixing the women heißt übrigens ein toller und wichtiger Artikel von male feminist Robert Franken, in dem er u. a. erklärt, warum es nichts bringt, Frauen männliches Verhalten anzutrainieren.
Was er nicht erwähnt und was ich deshalb an dieser Stelle ergänzen möchte, ist die unglaubliche Verletzung, die darin liegt, Menschen (in diesem Fall Frauen) ständig zu sagen, dass sie nicht OK sind, so wie sind. „Du musst …. werden.“ (Setze ein: schlanker, taffer, fröhlicher, fitter, gewiefter, erfolgreicher, härter“ – und Du hast das Virus, an dem unsere westliche Gesellschaft krankt.)
Tatsache ist: Die heutige Arbeitswelt, insbesondere die HORG, ist in weiten Teilen genau so konzipiert, dass ich, wenn ich wirklich meine weiblichen Stärken ausagiere, keine Chance habe. Das System ist für Männer und ihren Aufstieg gebaut. Ich kann mir nichts Falscheres vorstellen, als Frauen aufzufordern, sich daran anzupassen und sich selbst zu verleugnen. Vor allem: Wozu? Damit sagen wir ja, dass das System richtig ist, so wie es ist. Ist es aber nicht.
Das Ergebnis solcher Manipulation durch Aus- und Weiterbildung begegnet mir gelegentlich auf Veranstaltungen: junge Menschen (= Männer und Frauen, denn wollen wir mal nicht vergessen, dass es auch Männer mit positiven weiblichen Qualitäten gibt) – junge Menschen also, die schon derartig auf HORG trainiert wurden, dass ihre Persönlichkeit, ihre Authentizität und ihre innere Stärke bereits hinter der Maske verschwinden. Gruselig ist das.
Das fängt an bei überangepassten Azubis, die jedem Knochen hinterherjagen, den man ihnen hinwirft – ohne auch nur einmal stehenzubleiben und zu hinterfragen, wofür sie eigentlich irgendwas jagen sollen. Was stimmt nicht mit denen? In welcher Hundeschule waren die denn, wenn sogar ich als DDR-Kind rebellischer bin?
Oder junge Menschen auf Autopilot. In der Reha habe ich mal eine Frau Ende 20 kennengelernt mit vier, fünf Ausbildungen, karrieremäßig von Anfang an voll durchgestartet. Sie hatte dort, auf Kur, zum ersten Mal in ihrem Leben Gelegenheit, innezuhalten, über alles nachzudenken und sich zu spüren, Bilanz zu ziehen.
Roboter der neuen Generation
Und es endet bei den jungen Leuten, die ich Führungsroboter nenne, denen man künstlich „Selbstbewusstsein“ und irgendwelche billigen Pseudomethoden (aktives Zuhören!) eingetrichtert hat. Und denen man das eigene Urteilsvermögen abtrainiert hat. Das kann ja auch sehr hilfreich sein im Berufsalltag. 😛

Ein junger Mann berichtete mir, dass ihm bei einem Praktikum in einem großen Unternehmen beigebracht wurde, für mehr persönliche „Visibility“ – mein neues Hasswort – zu sorgen. Es gab sogar Punkte (!) dafür. Die Begründung war: Wer nicht sichtbar ist, wird nicht befördert. So züchtet man Schaumschläger heran. Und Hündchen, die irgendwelchen Punkten hinterherjagen.
Ich möchte diese jungen, im Übrigen sehr netten (natürlich!) und hochmotivierten Leute am liebsten packen und durchschütteln. Ich sehe ihr zukünftiges Roboterleben vor mir, ihre Entfremdung, ihre Verlorenheit, ihre Reise in den Burnout. Ich will ihnen sagen, dass es auf all das gar nicht ankommt, dass sie auf ihr Herz hören sollen und auf sonst gar nichts.
Frauenunternehmen
Was ist also Phase, Mädels? (Hehe, mal coolen Berliner 80er-Spruch ausgegraben.) Was können wir tun, um in Frieden zu arbeiten? Gibt es Hoffnung in einem Land, in dem sogar Frauenzeitschriften von Männern herausgegeben werden? Vor einigen wenigen Tagen bin ich auf die News Mavens gestoßen, ein Netzwerk von europäischen Journalistinnen, die Nachrichten aus Frauensicht machen wollen. Ich finde das gut und bin sehr gespannt, wie das aussieht.
Ich finde es gut quasi als Pendelausschlag in die andere Richtung, nachdem jahrhundertelang Nachrichten von Männern gemacht wurden. Die Welt durch die Frauenbrille sehen – of course. Erfahrungen mit und in Organisationen machen ohne Männer – of course.
Aber natürlich sind reine Frauenunternehmen nicht die Lösung. Genau wie reine Männerclubs. Oder um es mit den Worten der Theaterpädagogin Sarah Bansemer, die mehrere freie Theatergruppen in Berlin leitet, zu sagen:

In reinen Männergruppen ist es wie im Wolfsrudel. Reine Frauengruppen hingegen ertrinken in ihrer eigenen Harmonie. Deshalb arbeite ich mittlerweile lieber mit Gruppen, in denen das Verhältnis ausgewogen ist.

Jaja, ich weiß, Stereotypen. Nicht in jeder Männergruppe gibt’s eine Hackordnung und nicht jede Frauengruppe macht Ringelpietz mit Anfassen. Und doch finde ich solche Erfahrungen aus der Praxis (wie die von Sarah) ganz hilfreich.
Oder Experimente wie dieses Video, das im Netz als Beweis der überlegenen Empathie von Mädchen gefeiert wird:

Zusammenfassung auf deutsch: Jungen und Mädchen bekommen versalzene Limonade serviert. Die Jungs: „Ekelhaft!“ Die Mädchen: „Najaaaaaa, ist nicht schlecht, aber schmeckt ein wiiiinziges bisschen zu sehr nach Zitrone.“
Hm, ich weiß nicht, was Ihr seht. Aber ich sehe hier Jungs, die unverblümt ihre Meinung sagen und Mädchen, die sich der lieben Harmonie (oder Höflichkeit oder Gefallsucht) wegen auf die Zunge beißen. Und wer trinkt am Ende lächelnd salzige Limonade?
Ich kann es gar nicht fassen, dass das als etwas Positives dargestellt wird! Hello?! Das sind die gleichen Mädels, die später im Führungskräfte-Meeting sitzen und die ganze Zeit „whatthefuckwhatthefuckwhatthefuck“ denken und dabei lächeln und den Mund nicht aufmachen.
Spannend wäre gewesen, wie die Reaktionen der Kids in einer gemischten Runde ausgesehen hätten…
Aber kommen wir zurück zu der Frage:
Wie kann man/frau/mensch HORGs verändern?
Gegenfrage: Warum sollte man? Ich gehe davon aus, dass sie von selbst eingehen, wie ich in diesem Interview „HORGs sind tot, sie wissen es nur noch nicht“ von Gunnar Sohn schildere.
Und das ist jetzt kein reines Wunschdenken. Wenn sich unsere Welt durch die Digitalisierung tatsächlich so verändern sollte, dass Arbeiten immer mehr eine freiwillige, sinnorientierte Sache wird, wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle gibt oder die Menschen eigene, unabhängige Einnahmequellen haben (z. B. einen Onlineshop), wenn die Menschen selbstbewusst genug sind und selbstbestimmt arbeiten gelernt haben – dann darf man getrost fragen, wer eigentlich noch für so einen hierarchischen Laden arbeiten möchte? Nach dem Motto: „Stell Dir vor, es gibt HORGs und keiner geht hin.“
Während einer Veranstaltung bei Unilever kam neulich eine Frage an die Gastgeberin auf: Würde in einer rein sinngetriebenen Arbeitswelt überhaupt noch jemand Tütensuppen produzieren wollen? Die Antwort der Unilever-Mitarbeiterin kam prompt: Möglicherweise nicht.
Einige HORGs werden also ihre Mitarbeiter verlieren, weil sie keinen Sinn anbieten. Und/oder sie werden ihre Kunden verlieren, weil sie sich nicht rechtzeitig an deren verändertes Konsumverhalten anpassen. Oder aber weil sie ihre Mitarbeiter und Kunden nicht ernstnehmen. Arrogance killed the cat.
Und dann?

Überleben werden Unternehmen, die sich transformieren, z. B. auf eine konsequente Mitarbeiterbeteiligung (sowohl finanzen- und machttechnisch) setzen oder gleich auf die Umwandlung in Stiftungen oder Genossenschaften. Das würde vermutlich zu einer neuen Sinnorientierung führen sowie zu einer Ausrichtung an neuen Werten, die auch Frauen und Minderheiten entgegenkommen.
Auch eine Dezentralisierung und Aufteilung großer HORGs in kleinere, autonome Einheiten wäre möglich. Nach dem Motto: Entscheidungen fallen dort, wo die Kompetenz vorhanden ist. Der bürokratische Wasserkopf kann abgebaut werden.
Ich weiß, das ist vielen zu radikal. Aber wie heißt es so schön: Take it, change it or leave it. Da ich „Aushalten“ in Anbetracht unserer begrenzten Lebenszeit und unserer dankenswerten Möglichkeiten (aka Priviliegien) in der westlichen Welt eine sehr schlechte Alternative finde, bin ich für echte Veränderung durch Transformation oder fürs Abhauen.
Wie können Frauen also Karriere machen erfolgreich sein ein gutes Leben haben?
Wie Ihr seht: Das Wort „Karriere“ verwende ich gar nicht mehr, das habe ich so gut wie beerdigt, nachzulesen im Beitrag „Frauen – zu blöd für die Karriere“. Besser gefällt mir die Umdeutung von Marcus Raitner:

Auch das Wort Erfolg finde ich mittlerweile dubios. Was ist Erfolg? Er kommt mir vor wie das Quantenteilchen: Sobald man genauer hinschaut, ist er weg. 😛
Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr möchte ich nicht nur Frauen, sondern alle Menschen vor „Karriere“ schützen, vor allem die jüngeren. Macht nicht die gleichen Fehler! Steigt nicht auf die Karriereleiter, begebt Euch nicht ins Hamsterrad! Lohnt sich nicht, ey. Seht lieber zu, dass Ihr ein gutes Leben habt und Euch abends fröhlich im Spiegel zugrinsen könnt. Entfaltet Euch und sucht Euch einen Platz, wo Ihr Euch wohlfühlt und etwas bewirken könnt.
Vielleicht ist es ja gerade die Aufgabe der Frauen (und entsprechend interessierten Männer), Arbeit neu zu definieren, ein gutes Leben neu zu definieren, mit neuen Systemen und Organisationsformen zu experimentieren. Ich kann mir das gut vorstellen.
Gerne alles etwas kleiner, weniger Größenwahn, mehr Vorsicht. Kommunikation, Flexibilität, Diversity. Nachhaltigkeit. Vereinbarkeit. Es gibt schon eine Menge solcher Unternehmen.
Meine Botschaft ist also: Vergesst diese ganze Anpassungsnummer. Geht raus aus ungesunden Arbeitsverhältnissen, sucht Euch Unternehmen, die in der Transformation sind oder am besten: Macht Euer eigenes Ding, baut Euch Eure eigene Welt, Eure eigenen Unternehmen. „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“, singt Pippi Langstrumpf. Es könnte die Hymne der Gründerinnen werden.

Sei_Pippi,_nicht_Annika.JPG
Foto: Von Reisen8 – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48669102

 
Update vom 19.07.17:

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Foto: Pixabay

20 Kommentare

  1. Liebe Lydia (ich hoffe das Du ist o. k. – obwohl wir uns noch nicht kennengelernt haben?)
    Wieder mal ein guter und inspirierender Blogbeitrag von Dir 🙂 Ich kann Dir nur zustimmen: Sich den männlichen Prinzipien anzupassen, die man innerlich ablehnt führt zu Stress, Erschöpfung und Entfremdung von mir selbst.
    Da möchte ich jetzt mit meinem Kommantar ansetzen, nämlich am Selbstbewusstsein. Für mich ist sich seiner selbst bewusst sein nicht sich möglichst gut darstellen zu können und sein EGO aufzublasen.
    Sondern es geht darum mich kennen zulernen, meine Bedürfnisse zu erkennen und ihnen Ausdruck zu verleihen. Dazu muss ich meine Wahrnehmung erweitern und mehr ins Fühlen und meine Intuition gehen. Das ist der weibliche Weg: Zu spüren was für mich persönlich stimmig ist und meinen ganz individuellen Weg zu gehen – egal ob als Selbständige, Angestellte, Mutter oder wo auch immer.
    Für uns Frauen bedeutet das auch, uns unserer Stärken bewusst zu werden und diese Stärke nicht nur mental zu denken sondern auch zu spüren. Uns bewusst zu werden wie diese Stärken wirken und dass sie wichtig sind. Denn wo wären wir denn, wenn Frauen (und auch Männer) nicht immer wieder ihre Fürsorge, ihre Aufmerksamkeit und ihre Sensibilität einbringen würden, um das Schlimmste zu verhindern?
    In diesem Sinn selbstbewusst zu werden, den eigenen Wert zu erkennen, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken und dann einfach handeln. Darum geht es meiner Meinung nach.
    Danke vielmals für Deinen Denkanstoß,
    Martina

    • Das hast Du sehr schön formuliert, danke. Der weibliche Weg. Genau darum geht es – dann bin ich da wohl drauf. War mir gar nicht so bewusst. Schreiben ist immer auch Erkenntnis. 😊

      • …Sorry, ich nochmal mit vielleicht allzu klassischem „Herrklären“:
        Als Mensch im Körper eines Mannes nenne ich das für mich lieber „den menschlichen Weg“.
        Erfahrung mit traditionell sozialisierten Männern: Fragen gar nicht nach ihren eigenen Bedürfnissen und den von anderen.
        Erfahrung mit traditionell sozialisierten Frauen: Spüren sehr wohl ihre Bedürfnisse, trauen sich aber nicht, das als völlig hinreichenden Grund zu sehen, sich für ihre Bedürfnisse einzusetzen, sie auszudrücken und in Handeln umzusetzen.
        Gemeinsamer Nenner: In traditionellen Haltungen und Systemen bleiben die Menschen hinter den Masken und Rollen auf der Strecke. Dafür gibt’s ne „weibliche“ und ne „männliche“ Variante. Beide sind ungefähr genau gleich scheiße.
        Heißt aber auch: Der Weg hin zu ner Wahrnehmung der Menschlichkeit bei sich und anderen gestaltet sich wirklich völlig verschieden, je nachdem welche soziale Zurichtung man vorher erfahren hat. – Gemeinsames Ziel, verschiedenartige Schwierigkeiten für traditionell sozialisierte Männer und tradtionell sozialisiert Frauen.
        So möchte ich das jedenfalls vorschlagen zu sehen, um mich selbst und meine lieben Mitmänner nicht zu verlieren auf dem Weg zu ner verdammten besseren Welt… 😉

        • Auch als Frau werden einem die eigenen Bedürfnisse abtrainiert, believe me. Außerdem sind wir (vielleicht von Natur aus) eher darauf ausgerichtet, eher für andere als für uns selbst zu sorgen. This can backfire enormously. Ich hatte oft das Gefühl, dass es den Männern leichter gefallen ist, sich in hierarchischen Strukturen zu bewegen. Es gibt ja da auch dieses Birkenbihl-Video, wo es heißt, Männer bräuchten eher die Sicherheit, sich in einer Struktur verorten zu können, also einen festen Platz im Organigramm zu haben. Frauen bräuchten das nicht. (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.) Ob das jetzt Sozialisation ist oder eine angeborene Vorliebe, weiß ich nicht. Ich würde jedenfalls ungern alle in einen Topf schmeißen wollen, auch wenn ich definitiv die Männer mitnehmen möchte. Menschlichkeit ist ein großes Thema für alle, aber wir kommen einfach aus unterschiedlichen Ecken und haben unterschiedliche Wahrnehmungen und Voraussetzungen – und ich sehe hier bei vielen Kommentaren der Männer die Tendenz, diese Unterschiede nivellieren zu wollen. Kurz gesagt: Ich stimme Dir zu – und auch wieder nicht. 😛

  2. Danke für diesen tollen Artikel! 🙂 – Für mich ein großer Wurf, der auch mich selber in die Bredouille bringt: Ich bin nämlich auch einer von denen, die immer wieder mal anderen zeigen, was sie in so mancher HORG bereit sein müssten zu tun, um dort ein „erfolgreiches Leben“ zu haben. Und kann dabei nicht ausschließen, dass ich damit schlicht die Arschlochquote nach oben treibe…
    Auch wenn ich mir wünsche, dass sich einfach jetzt schon „alle solchen Zurichtungssystemen verweigern“, muss ich es in meiner Praxis dem Einzelnen überlassen, was er selbst möchte, was genau er erreichen will und welche persönlichen Risiken er dafür eingehen will. – Die Hoffnung dabei ist: Dass einige sich „fühlenden Auges“ ein klein wenig früher ein klein wenig anders entscheiden als sie das ohne liebevolle Konfrontation getan hätten. Aber garantieren kann ich das leider nicht.
    „Gefühlte Wahrheit“: Unter meinen vielen Kunden sind es 80%, die in solchen Systemen persönlich unter die Räder kommen, also nicht mal Ansatzweise die Anerkennung bekommen, die sie für das, was sie dem Unternehmen geben, verdient hätten. Wobei sie sehr unterschiedlich stark darunter leiden. Es gibt also durchaus viele, die das für sich derzeit noch ok finden.
    Gefühlte 13% machen einen klasse Job und wissen zugleich, wie man das Spiel spielt in HORGS. Die leiden meist ebenfalls nur sehr wenig.
    Und nur 2% sind gewordene oder geborene „Blender“, die in HORGS Karriere machen, die in kooperativen Strukturen, die auf ein intrinsisch motivierendes Ziel ausgerichtet sind, rausfliegen würden.
    5% sind akut am Boden. Ihnen ist – zumindest im Moment – alles egal.
    Was ich mit dieser Wiedergabe von Erfahrungen aus meiner Beratungspraxis nochmal untermauern will, ist: Die liebe Menschheit ist schon hier und heute deutlich „moralischer“ (kooperativer) eingestellt, als das zumindest in meinem Kopf als Vorstellung steckt. In meinem Kopf ist ein Großteil der Menschheit da draußen nicht ganz so dolle. Meine Kunden überraschen mich aber seit Jahren permanent positiv. Vor allem sind die Menschen, die ich treffen und begleiten darf, zu einem riesigen Anteil deutlich kooperativer eingestellt als es das momentane Kooperativitäts-Level in den meisten Unternehmen verdient hat. – Im Duktus von Adam Grant: Mindestens 80% sind lupenreine „Giver“.
    Sehr moralisch gesprochen zehren HORGs parasitär vom immer noch hohen Moralniveau, dass ihnen die Gesellschaft –> dass also wir ihnen nach wie vor zur Verfügung stellen.
    Nur bei älteren Menschen, die bereits 20-30 Jahre in HORGs verbracht haben, steigt die Quote der inneren oder äußeren Aussteiger gewaltig an. Von ihnen spüren viele in jeder Faser ihres Körpers, dass ihnen das nicht gut getan hat, was sie sich dort angetan haben.
    Leider macht diese Erfahrung jede Generation nochmal neu und irgendwie doch auch „für sich allein“. Dadurch bleibt die Quote von Menschen gering, die für sich von vornherein ausschließen, sich Systemen zur Verfügung zu stellen, in denen Menschen kaum gut für sich selbst sorgen können.
    Viele glauben auch, dass es für sie gar keine Alternative gibt. – Die Frage ist natürlich auch, ob sie damit nicht vielleicht recht haben. So gering wie der Anteil menschenfreundlicher, sinngetriebener Unternehmen nach wie vor ist. Der Vorschlag, selbst Erschaffer und Gestalter einer neuen Unternehmenswelt setzt natürlich voraus, dass man sich selber überhaupt als Gestalter sieht.
    Bisher treffe ich einfach viel mehr Menschen, die Anschluss suchen und bereit sind, sich dafür anzupassen. Oft in Unerfahrenheit, was das mit ihnen nach und nach macht. Denn Anpassung kommt oft unbemerkt und schleichend. Und: Man macht jede echte Erfahrung eben zum ersten Mal. Blöd, wenn’s eine schwer reversible Entscheidung war, die die Erfahrung ermöglicht hat. Blöd, wenn die „Erfahrung“ Unmengen an wertvoller Lebenszeit verschlungen hat. Lebenszeit, die man halt genau einmal hat.
    LG, liebe Lydia! Und danke wie immer dafür, dass Du es schaffst, die Dinge so auf den Punkt zu bringen!
    Ardalan
    P.S. Solltest Du den Eindruck haben, dass ich mit diesem Übergrößen-Kommentar Deinen Artikel mal wieder gekapert habe ;), bitte einfach nicht freischalten.

    • Keinesfalls! Ich liebe Deine Kommentare. ✌🏼 Dass jeder diese Erfahrung neu für sich machen muss, ist ein interessanter Gedanke. Mich bewegt momentan tatsächlich, wie man gerade junge Menschen davor bewahren kann. Es ist ja, wie Du schreibst, oft auch ein gefühlter Mangel an Alternativen, der die Menschen in die Arme ungesunder Strukturen treibt.

  3. Danke für diese wunderbare Zusammenfassung!
    Ich ecke immer mal an, sei es in reinen Frauenteams (da wurde z.B. meine Stimme als zu laut und mein Tonfall als zu forsch empfunden) als auch in gemischten Teams (ich würde zu schnell denken und sei zu präsent).
    Einmal fragte ich einen erfahrenen Managerkollegen um Rat. Er sagte mir, aus seiner Sicht hätte ich viele positive Eigenschaften, die aber von anderen nicht so wahrgenommen würden, weil sie nicht zum üblichen Frauenbild passen würden. Wäre ich ein Mann, hätte man mich schon längst befördert.
    Ganz so simpel ist es zwar wahrscheinlich nicht, aber als eher extrovertierte Frau, die weder mit ihrem Fachwissen noch mit ihrer Meinung hinter dem Berg hält, wenn es der Sache dient, höre ich regelmäßig, ich müsse mich ändern, um „wirklich erfolgreich“ zu sein.
    Das bezweifle ich allerdings, dass diese Art von „Erfolg“ möglich und erstrebenswert ist.

  4. I believe you! 🙂 – Ich glaube zugleich auch, dass wir traditionell sozialisierten Männer (TSM) uns oft falsch vorstellen, wie sich die Welt auf der Seite der traditionell sozialisierten Frauen anfühlt (TSF), aber genauso auch umgekehrt. – Wenn eine TS-frau wirklich mal eine empathische Betrachtung haben will, wie die Welt auf der anderen Seite der TS-Männer innerlich alles so los ist, sind die Beschreibungen von Björn Süfke das beste, das ich bisher finden konnte.
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass wir möglicherweise in folgenden Annahmen zusammenkommen:
    – Männer wie Frauen werden von eigenen Bedürfnissen entfremdet, nur von verschiedenen.
    – Männer und Frauen werden mit Handlungsimperativen zugerichtet, die sehr einseitig sind und dafür sorgen, dass sie andere Handlungen unterlassen, die ihnen selbst und ihren Interaktionspartnern gut tun würden
    – Männern wird eine starke Außenorientierung eingeimpft, Frauen eine starke Orientierung am Gefühlsleben. Als Formel: TS-Männer handeln ohne Rücksicht auf Gefühle („Sei ein Krieger! Sei ein Held!“), TS-Frauen berücksichtigen Gefühle anderer, aber nehmen ihr eigenes Wohlgefühl/Unwohlgefühl nicht als hinreichende Rechtfertigung, aktiv werden zu dürfen („Sei immer für andere da!“)
    Würdest Du da mitgehen?
    Mir geht’s vor allem darum, dass das, was Martina und Du oben so schön zusammen ausbaldowert haben, eben gerade nicht „der weibliche Weg“ ist, sondern der allgemeinmenschliche Weg. Ansonsten müssten ja wir TS-Männer „weiblicher werden“. Ich glaube weder, dass man da viele von uns TS-Männern zu bewegen kann, noch dass das wirklich das von uns allen Gewünschte ist.
    Meine Vorstellung ist: Wenn wir es schaffen die Traditionelle Männlichkeit/Weiblichkeit gemeinsam hinter uns zu lassen, wird es möglicherweise immer noch wertvolle Tendenzen von Unterschieden geben. Aber wir wissen heute einfach nicht, welche das sein werden. Weil unsere traditionelle Zurichtung diese Erfahrung ermöglicht. Eine Ausrichtung Menschen jeglichen Geschlechts am eigenen Wohlergehen wie an dem ihrer Mitmenschen in exakt gleichem Ausmaß erscheint mir sowohl wünschenswert als auch allen Menschen möglich.
    Eventuell gibt es verbreitete „Einfärbungen“ oder „Geschmacksrichtungen“ wie diese gleichzeitige Orientierung am eigenen und fremden Wohlergehen von Menschen verschiedenen Geschlechts jeweils interpretiert wird. Aber diese Ausrichtung ist an sich weder „männlich“ noch „weiblich“, sondern eben einfach „menschlich“.
    So wäre zumindest mein Vorschlag, um aus den ganzen überflüssigen Frontstellungen herauszukommen.
    LG!
    Ardalan

    • Ja, schön, OK. 😛 Der weibliche Weg bezog sich nach meinem Verständnis vor allem darauf, „mehr ins Fühlen und die Intuition zu gehen.“ Es gibt sicher auch andere Herangehensweisen, um seinen eigenen Weg zu finden. Einfach ausprobieren zum Beispiel. Im Übrigen empfinde ich es tatsächlich so, dass ich in letzter Zeit sehr viele – in meiner Wahrnehmung – recht weibliche Männer kennenlerne, z. B. auf Barcamps. Damit meine ich Männer, die ihren Gefühlen und ihrer Intuition gegenüber aufgeschlossen sind, keine Machtspielchen spielen, zuhören können, vielleicht sogar spirituell unterwegs sind. Das ist fast schon irritierend, wie ich in dem Beitrag „Der Chef der Zukunft ist weiblich“ beschrieben habe. Jetzt nehmen uns die Männer auch noch unsere Kernkompetenzen weg. 😀 Vielleicht, wenn man sich von der Geschlechterzuschreibung weg- und zu einer Yin-Yang-Idee hinbewegt, macht es Sinn?

      • Yin-Yang ist super. Damit kann ich was anfangen. Und auch beim anderen geht’s mir ähnlich: Ich finde uns männliche Heulsusens selber manchmal recht bedenklich, beunruhigend und verstörend. 😉 – Lebenslange Konditionierung und gesellschaftliches Umfeld sind eben nicht einfach verschwunden, nur weil man gelegentlich auch mal ein paar lichtere Momente hat… 😉
        Im Ernst: Solange Mit-den-eigenen-Gefühlen-In-Kontakt-Sein und Schwäche miteinander assoziiert werden, haben wir alle miteinander ein Problem. Egal, wo wir uns im Geschlechterunsinn gerade zufällig einordnen.
        Das Problem ist nach meinem Empfinden eher unseren sehr subtilen Wege, eigene Gefühle und die von anderen Menschen abzuwerten.
        Ob das in der Geschmacksrichtung vorkommt: „Oh Du bist eine Frau, dann musst Du ja irrational, wankelmütig und vor allem immer lieb und nett sein, dafür nehmen wir Dich dann eben auch einfach in rein gar nichts ernst“.
        Oder in der Geschmacksrichtung: „Oh Du bist ein Mann. Naja, so ein bisschen mehr Gefühl könntest Du ja schon mal zeigen, aber wir erwarten trotzdem, dass Du richtig viel Kohle verdienst, dass Du nicht unbegründet rumjammerst, immer furchtlos bist, nie öffentlich weinst, immer weißt, wie’s weiter geht und eben halt so ein ‚richtiger“ Mann bist“. – Ist glaub ich demgegenüber zweitrangig.
        Wann immer wir Dinge tun, einfach nur weil sie uns grad interessieren, Wann immer wir Dinge miteinander teilen, in denen wir unsicher sind, wann immer uns und anderen zugestehen, sich neu zu erfinden, auch wenn das für uns anstrengend ist, treten wir zugleich auch dem Scheiß-Geschlechter-System in seinen abgeranzten Hintern!
        Menschlichkeit hat eben kein Geschlecht, dafür aber jede Menge Gefühle, von denen manche wunderbar, manche aber auch ziemlich beängstigend sind. 🙂

    • Ich habe lange als Ingenieurin in einem mittelständischen Unternehmen gearbeitet und war zum Ende meiner Tätigkeit dort im mittleren Management.
      Als Ingenieuron war ich damit als Frau in einer Männerwelt unterwegs. Ich habe beides erlebt, Männer, die sich in der Konzernpolitik wohlgefühlt haben und alle Spielchen mit Eifer mitgespielt haben, und Männer, denen diese Spielchen und die Politik zuwider war, die genausodarunter gelitten haben, wie ich.
      Ich glaube, dass ein wirklicher Wandel nur funktionieren kann, wenn sich Frauen und Männer für ihn einsetzen und ihn beginnen. Es gibt sie, jetzt schon, Männer und Frauen, die zeigen, dass eine Unternehmenskultur aus gegenseitigem Respekt und Integrität auch dann funktioniert, wenn sie gelebt wird, und nicht nur blumig in irgendeiner Vision steht.
      Ich freue mich darauf zu erleben, dass es immer mehr werden.

  5. „Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr möchte ich nicht nur Frauen, sondern alle Menschen vor „Karriere“ schützen, vor allem die jüngeren. Macht nicht die gleichen Fehler! Steigt nicht auf die Karriereleiter, begebt Euch nicht ins Hamsterrad! Lohnt sich nicht, ey. Seht lieber zu, dass Ihr ein gutes Leben habt und Euch abends fröhlich im Spiegel zugrinsen könnt.“
    Vielen Dank für deinen Beitrag! Du hast ganz viele Nägel auf den Kopf getroffen. Trotzdem wird jeder erstmal ins Hamsterrad steigen, egal, wie viele Aussteiger ihn davon abhalten wollen. Das ist leider diese Kategorie „Die Erfahrung muss man selber machen“. Ich glaube, das liegt daran, dass man schon in der Schule auf Leistung getrimmt wird.
    Ich schließe mich auch den Vorrednern an, dass es in der Arbeitswelt „menschlicher“ werden sollte – egal, von welchem Geschlecht das kommt.

  6. Die da

    Ich bin so eine mit einem Burn-out. Die zuviele Schwänze gesehen hat, die zum Vergleich auf Meetingtische gelegt wurden. Der gesagt wurde, wie, du willst einfach deinen Job machen, du musst dich doch weiterentwickeln, und bei der gezwungenen „Weiterentwicklung“ wurde gesagt, du machst das nicht richtig, ist doch scheissegal, ob du deinen tatsächlichen Job wirklich gut machst, du bist ein Looser, weil du dich nicht sofort 100% an etwas anpassen kannst, was du nie gelernt hast. „Mittagessen“-Termine, an denen emails rausgeholt wurden, anhand deren du zerstampft wirst. Naja, als Quality Manager ist man eh immer der „Arsch vom Dienst“. Und als Person, die es immer allen recht machen will, doppelt gearscht. Wozu habe ich so lange studiert, promoviert und Postdoc gemacht? Prädikat „Dr. Arschloch“.
    Kleinere Firma? Die Konkurrenz schläft nicht und denkt, bist du zu nett, horch ich dich gern aus und spiele Management-Spiele wie Bullshit-Bingo mit dir. Nicht mit mir.
    Ich will nur raus aus der Maschine.

  7. sarahcatherina

    grandioser Artikel, danke! Ich habe es zum Glück gleich instinktiv von Anfang an so gemacht. Top Text.

  8. DH

    „Ich möchte diese jungen, im Übrigen sehr netten (natürlich!) und hochmotivierten Leute am liebsten packen und durchschütteln. Ich sehe ihr zukünftiges Roboterleben vor mir, ihre Entfremdung, ihre Verlorenheit, ihre Reise in den Burnout. Ich will ihnen sagen, dass es auf all das gar nicht ankommt, dass sie auf ihr Herz hören sollen und auf sonst gar nichts.“
    Diesen Satz finde unfassbar schön und sehr berührend. Ja, man fühlt sich schon fast ein bisschen virtuell gepackt und durchgeschüttelt 😉 Aber auch sehr stark getröstet…
    Bleibt die Frage: Wo soll sich ein junger Mensch hinbewegen, der mit einem frischen Kopf zum Beispiel die Uni verlässt? In den Großkonzern können sie nicht gehen wenn sie nicht wollen, die soeben noch vorhandene Frische durch den Konzern zu verlieren. Die Uni ist teilweise ein noch viel hierarchischerer Haufen, in dem es nur noch darum geht, Paper hinauszuschleudern wie Kleidung bei einem Räumungsverkauf. Start-ups? Schwierig, wenn man die Gründer nicht zufällig selbst kennt. Irgendwelche Firmen, die unentwegt in den Firmenwald zwitschern, dass bei ihnen alles menschenfreundlicher zugeht, nur um dann schon im Bewerbungsgespräch auf die selben versteiften Menschen zu treffen wie im Großkonzern, mit denen man dann das gegenseitige Spiel des Vorgaukelns und Verschaukelns spielt?
    Ja, es bleibt wohl tatsächlich nur noch die Selbstständigkeit. Nur leider hat nicht jeder eine Fertigkeit, die sich schön in eine lebensfähige Selbstständigkeit verwandeln lässt :/
    Achja, der Artikel ist wirklich schön! 🙂

  9. Chaostheorie

    Hat dies auf Chaostheorie rebloggt und kommentierte:
    Passt ja zu meinem Chef, der mich neulich bat, ‚mehr Rücksicht auf die männlichen Egos der Kollegen‘ zu nehmen.

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