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Schlagwort: Gefühle

Angst essen Vertrauen auf

Wenn es ein Gefühl gibt, das mir am häufigsten im Berufsleben begegnet ist, dann ist es die Angst. Nun sind wir Deutschen ja sowieso bekannt für unsere German angst – in dem Maße, dass wir sogar das Wort exportiert haben.
In Unternehmen verhindert Angst ein (fast möchte ich vermessenerweise sagen: entspanntes) Miteinander auf Augenhöhe. Dabei wollen das doch angeblich so viele: Firmenbosse, Führungskräfte, Mitarbeiter. Aber so einfach scheint es nicht zu sein. Irgendwie kippt die Wippe doch ganz gern – meist in Richtung Chefetage.

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Was Gehorsam mit uns macht

Als ich klein war, wurde überall Gehorsam gefordert: in Kindergarten und Schule, in den politischen Organisationen, zu Hause. Die Option „Nein“ gab es oft gar nicht.
„Und sie taten, wie ihnen geheißen“ – diese Passage kam gefühlt in jedem zweiten Märchen der Gebrüder Grimm vor. Im Großen und Ganzen war ich ein folgsames Mädchen – was blieb mir auch anderes übrig.

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Der Chef der Zukunft ist weiblich

Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass das Modell „Chef“ ausgedient hat. Die Führung der Zukunft ist weiblich. Die Führungskraft 4.0 soll nämlich (z.B. laut einer aktuellen Studie von Microsoft) für Transparenz sorgen, mehr konstruktives Feedback geben, die Mitarbeiter selbständiger und flexibler arbeiten lassen, dabei mehr unterstützen und coachen, gleichzeitig loslassen und vertrauen.

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Gefühllos durch den Arbeitstag

Trotz einer blöden Restgrippe hatte ich mich am Wochenende zum Wevent in Berlin geschleppt, einer Veranstaltung des intrinsify-Netzwerks. Das sind lauter sympathische, schlaue Menschen, denen aufgefallen ist, dass die Arbeitswelt nicht so bleiben kann, wie sie ist. Geht mir ja genauso, weshalb ich mich dort auch ziemlich zu Hause fühle.
Wie ich ja hier schon mal angedeutet hatte, sind viele Leute dort in ihrem Denken sogar viel weiter oder radikaler als ich. Ich merke einfach, wie „das System“, also die HORG, mich geprägt hat. Das bleibt nicht aus nach so vielen Jahren. (Oder, wie es ein Teilnehmer ausdrückte: „Dann wird man zynisch wie Lydia.“ Das weise ich übrigens weit von mir. Ich bin nicht zynisch – nur pessimistisch. Aber das mit Leidenschaft. 🙂 )

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Filmkritik: Land ohne Sonne – aber mit Chef-Darstellern

Eine Doku über Nordkorea – genau meine Vorstellung von einem gemütlichen Freitag Abend. 🙂 Ihr wisst vielleicht mittlerweile, dass mich Diktaturen und ihre Gemeinsamkeiten mit HORGs* faszinieren, genau wie jegliche Form der Manipulation und des Mindfucks. Und jetzt schreibe ich über diesen Film – allein schon um zu sehen, ob ich wieder Klicks aus Nordkorea bekomme. 안녕하세요 친구

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"Das gekaufte Herz": Über die Kommerzialisierung der Gefühle

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Ich hätte nicht gedacht, dass ein 32 Jahre altes Buch mich derart in Aufregung versetzen könnte. Durch Zufall (es gibt keine Zufälle, wisst Ihr ja) habe ich es in den Fußnoten eines US-amerikanischen Blogs entdeckt und sofort angefangen zu lesen: „Das gekaufte Herz – Die Kommerzialisierung der Gefühle“* von Arlie Russell Hochschild. War ihre Doktorarbeit und hat damals hohe Wellen in der Fachwelt geschlagen.

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Gefühle und Gedöns

„Sie müssen sich emotional festigen, Frau Krüger“, sagte der Oberhäuptling und grinste mich schelmisch an. Ich war erst einige Wochen im Unternehmen und er wollte mir vorschreiben, wie ich mit meinen Gefühlen umzugehen habe? Mir war gar nicht nach Grinsen zumute – in mir brodelte es. Ich weiß heute nicht mehr, worum es damals – vor vielen Jahren – ging. Aber an das Brodeln erinnere ich mich.

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Befindlichkeiten

Ein verächtliches Wort. Gemeint sind: Einwände, Bedenken, persönliche Betroffenheit, Verbesserungsvorschläge. Gefühle! Signalisiert wird: Du bist nur ein Wurm im Staub unseres Unternehmensuniversums. Geh nach Hause mit deinen Befindlichkeiten.

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