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Schluss mit lustig: Isolation in den Zeiten des Coronavirus

(English version below, machine-translated, sorry.) Das hätte ich ja auch nicht gedacht, dass mein abgeschotteter Lifestyle mal Trend wird, hehe. Dabei hatte ich doch gerade angefangen (fünf Jahre nach meinem Burnout), wieder Bock auf Menschen zu kriegen und mich in kleinen Gruppen zu engagieren. Dann kam das Coronavirus. Und icke wie die meisten Introvertierten so: Yeah! It’s a great time for canceling plans! Da ich sowieso von zuhause arbeite, ändert sich für mich gerade kaum etwas. Woanders müssen Unternehmen jetzt widerwillig Homeoffice gewähren – es wäre lustig, wenn es nicht so ernst wäre.

Meine italienische Freundin rennt ja schon seit geraumer Zeit wie Kassandra durch die Gegend und warnt alle vor dem, was da kommen wird: einem bedrohlichen Virus. Bis vor kurzem wurde sie ausgelacht. Kein Wunder, in den deutschen Medien wird die Situation in Italien durch leere Piazzen und Gassen bebildert – das ist faszinierend, zeigt aber nicht annähernd, was die Pandemie wirklich bedeutet.

Das habe ich erst kapiert, als meine Freundin mir letzte Woche die Neuigkeiten aus Norditalien überbrachte: Das Gesundheitssystem kollabiert, Ärzt*innen haben die offizielle Anweisung, nach Alter und Überlebenschance auszuwählen, wer überhaupt noch behandelt werden darf. Natürlich habe ich sofort in italienischen Medien nachrecherchiert, ob das stimmt – alter Journalist*inneninstinkt. Und dann habe ich erst mal geheult.

In Deutschland gilt ja die Regel „SPIEGEL ONLINE or it didn’t happen“, also hier der Artikel: „Wir müssen über Leben oder Tod entscheiden – das ist furchtbar“. Ist hinter der Paywall, aber ich habe ihn gelesen. (Habe auch den SPIEGEL angeschrieben, dass es vielleicht eine gute Idee wäre, die Corona-Berichterstattung kostenfrei zugänglich zu machen, so wie viele US-Medien es gerade tun. Warum kommt da wieder keiner drauf in Schnarchdeutschland?)

Hier mal ein paar Zitate von italienischen Ärzt*innen aus dem o. g. SPON-Artikel:

Wir arbeiten den ganzen Tag ohne Pause, wir wissen nicht, wie lange das noch so weitergeht. Es geht zu wie an einer Kriegsfront. Paolo Viganò, Leitender Arzt für Infektionskrankheiten im Krankenhaus Legnano in Mailand

Von Kollegen in Mailand wissen wir, dass sie Corona-Patienten, die über 70 Jahre alt sind und Vorerkrankungen haben, gar nicht mehr aufnehmen. Wer in diesem Alter herz- oder lungenkrank ist oder ein Tumorleiden in fortgeschrittenem Stadium hat und beatmet werden müsste, kommt nicht mehr an die entsprechenden Geräte. Wir müssen als Ärzte unter diesen Bedingungen plötzlich über Leben oder Tod entscheiden. Das ist furchtbar. Nicole Almenräder, Anästhesistin in der herzchirurgischen Intensivstation am Policlinico Umberto I. in Rom

Im Moment haben wir ungefähr 70 bis 80 Infizierte in Südtirol, davon sechs Menschen, die in einen künstlichen Schlaf versetzt wurden und beatmet werden. In der Lombardei herrscht der Ausnahmezustand. Dort kann die medizinische Versorgung kaum mehr aufrechterhalten werden. Marc Kaufmann, Ärztlicher Koordinator für Notfallmedizin in Südtirol

In den sozialen Medien kann man nachlesen, welche Dramen sich in den Notaufnahmen Norditaliens abspielen. Krankenwagen fahren im Minutentakt vor, Krankenschwestern brechen heulend zusammen. Ich will hier keine Panik verbreiten, nur so viel: Wer den schweren Verlauf der Krankheit erwischt, dem droht akute Atemnot. Die Anzahl der Beatmungsgeräte und Intensivstationbetten ist begrenzt. Und ohne Luft lebt es sich bekanntlich schlecht, das gilt nicht nur für Ältere.

Deutschland hat den einzigen Vorteil, aus den Erfahrungen Italiens lernen zu können. Und das bedeutet: SOCIAL DISTANCING, LEUTE! Restiamo a casa ist die Devise in Italien. Bleiben wir zuhause. Wenn überhaupt raus, dann mindestens einen Meter Abstand halten, bei Gesprächen, die länger als fünf Minuten dauern, anderthalb Meter. Falls jemand einen Abstandhalter braucht, bitte sehr:

Bislang sieht es nicht so aus, als ob die Leute schon begriffen hätten, was los ist. Naja, wer im Glashaus sitzt … Gestern habe ich mich wider besseres Wissen noch mal zu IKEA mitschleppen lassen und da waren Großfamilien fröhlich unterwegs, als wäre nix. Sogar in den Restaurants sitzen Leute rum. WHY??

Welchen Part von „unnötige soziale Kontakte vermeiden“, so die Worte der Kanzlerin, haben die Menschen nicht verstanden?! Und nein, wir fangen jetzt nicht an rumzudiskutieren, welche sozialen Kontakte nötig sind. Supermarkt und Apotheke, basta. Ich habe meine Mitgliedschaft in meinem Meditationszentrum gekündigt, weil die bis gestern noch meinten, den Laden offenhalten und „dichter zusammenrücken“ zu müssen. Menschen glauben, sie stehen über den Dingen, sie sind stärker als das Virus, sie sind cooler als die Angtshasen oder schlauer als die Wissenschaftler*innen. Hmmmm … Auch hier gilt Greta Thunbergs Aufruf: Unite behind the science.

Ich verstehe, dass es Zeit braucht, die Sache mit dem Virus zu kapieren. Geht mir ja auch so. Der Feind ist unsichtbar, alles sieht aus wie immer, wo soll da bitte eine Bedrohung sein? Genau wie beim Klimawandel. Es ist schwer, Gewohnheiten zu verändern. Zur Grippesaison habe ich früher versucht, meine Kolleg*innen vom Händeschütteln abzuhalten – vergeblich. Und das im Hause einer Krankenversicherung! 80 Prozent der Krankheiten werden über die Hände übertragen, sagte eine Virologin gestern im Fernsehen. Von mir aus kann das Händeschütteln weg, für immer. Alternativen, wie man sich begrüßen kann, gibt es ja genug.

Die Bedrohung durch das Virus aktiviert unsere Urinstinkte. Hamstern. Wer wie ich außer ein paar Gewürzen nichts im Haus hat und immer alles frisch einkauft, muss sich erst mal einen Vorrat anlegen, ist doch klar. Wäre ja blöd, wenn man 14 Tage in Quarantäne müsste und nichts zu essen da hätte. Der Herdentrieb kickt rein: Niemand möchte am Ende die Doofe sein, die sich nicht vorbereitet hat. Auch die niederen Instinkte kommen zum Vorschein: die Ausgrenzung von (vermeintlich) Infizierten, rassistische Witze, tätliche Übergriffe. Ossi-Witze: „Leere Regale, kennt Ihr ja.“ Ja, kennen wir. Und wir können wahrscheinlich besser damit umgehen. Wir wissen sogar, dass man Zeitungspapier benutzen kann, wenn das Klopapier alle ist. Migrant*innen empfehlen übrigens, den Hintern einfach mal zu islamisieren. 😛

Das Coronavirus verbreitet sich exponentiell, das heißt, es vervielfacht sich. Wir sind nur ein paar Tage Wochen hinter der Entwicklung in Italien her. Wir müssen sofort handeln. Exponentielles Wachstum widerstrebt der menschlichen Vorstellungskraft. In diesem Video wird es erklärt (mit deutschen Untertiteln):

Das bedeutet, wir spielen gegen die Zeit. Jeder Tag zählt. Wir werden nicht verhindern können, dass sich viele Menschen anstecken. Expert*innen sprechen von 60 – 70 Prozent der Bevölkerung. Aber möglichst nicht alle auf einmal. Flatten the curve, die Kurve flachhalten, ist das Motto, das in dieser Animation des Gesundheitsministeriums erklärt wird. Ich poste das alles hier, weil ich hoffe, dass wir schneller als die Italiener*innen verstehen, dass wir uns so weit wie möglich isolieren müssen.

Was mich am meisten nervt, ist diese deutsche Großkotzigkeit: Wir haben ja das tollste Gesundheitssystem, wir sind super vorbereitet. Ja, im Vergleich zu Dritte-Welt-Ländern auf jeden Fall. Aber jeder, der das deutsche Gesundheitssystem mal im Ernstfall erlebt hat, weiß, dass wir alle gut beraten sind, so lange wie möglich gesund zu bleiben. Damit meine ich nicht nur den Personalmangel, sondern auch das Ausmaß an fehlender Kommunikation, Zusammenarbeit unter den Fachleuten, Zuwendung gegenüber den Patient*innen und vor allem Verantwortungsübernahme. Meine Familie besteht derzeit aus zwei Menschen mit Risikoprofil und ich hoffe sehr, dass sie sich nicht infizieren. Dafür muss ich vor allem mich als Kontaktperson schützen, indem ich mich isoliere.

In diesem Sinne: Zeigen wir Vernunft, übernehmen wir Verantwortung. Machen wir das Beste aus ein paar Wochen Isolation: Bücher lesen, Fenster putzen, Brettspiele spielen. Nutzen wir die Zeit, um mal ein bisschen über das Leben nachzudenken. Ich vermute ja, es wird viele Scheidungen und Kündigungen geben. 😛

Bleibt gesund, den Kranken wünsche ich gute Besserung. Und denjenigen, die keine Bullshitjobs haben und den Laden hier am Laufen halten müssen, viel Kraft und Gesundheit. Andrà tutto bene – alles wird gut. <3

Edit: Wenn Ihr etwas Gutes tun möchtet, dann unterstützt diese Petition der Gehörlosen-Aktivistin Julia Probst. Sie fordert, dass Infos zur Corona-Krise auch in Gebärdensprache übersetzt werden – so wie es die UN-Behindertenrechtskonvention vorsieht. Danke.


Getting serious: Isolation in the times of the coronavirus

Published 15 March 2020

I wouldn’t have thought that my closed-off lifestyle would become a trend, hehe. But I had just started (five years after my burnout) to get interested in people again and to get involved in small groups. Then came the corona virus. And like most introverts, I was like: Yeah! It’s a great time for canceling plans! Since I work from home anyway, nothing changes for me. Elsewhere, companies now have to reluctantly grant remote working – it would be funny if it wasn’t so serious.

My Italian girlfriend has been running around like Cassandra for some time now, warning everyone of what’s about to happen: a threatening virus. Until recently she was laughed at. No wonder, in the German media the situation in Italy is illustrated by empty piazzas and alleyways – it’s fascinating, but doesn’t come close to showing what the pandemic really means.

I only realized this when my girlfriend brought me the news from Northern Italy last week: The health system is collapsing, doctors have the official instruction to choose who is allowed to be treated at all, according to age and chance of survival. Of course I immediately checked in the Italian media whether this is true – journalist instinct. And then I cried.

In Germany the rule „SPIEGEL ONLINE or it didn’t happen“ applies, so here comes the article: „We have to decide about life or death – that’s terrible“. It’s behind the paywall, but I read it. (Also wrote to SPIEGEL that it might be a good idea to make Corona coverage available for free, as many US media are doing right now. Why is there no one on it in Germany?)

Here are some quotes from Italian doctors from the above mentioned SPON article:

„We work all day without a break, we don’t know how long this will continue. It’s like on a war front.“ Paolo Viganò, chief physician for infectious diseases at the Legnano hospital in Milan

„We know from colleagues in Milan that they no longer accept corona patients who are over 70 years old and have previous illnesses. Anyone who is suffering from heart or lung disease at this age or has an advanced stage of tumour disease and would need ventilation is no longer able to access the appropriate equipment. Under these conditions, we as doctors suddenly have to make a decision about life or death. That is terrible.“ Nicole Almenräder, anaesthetist in the cardiac intensive care unit at the Policlinico Umberto I. in Rome

„At the moment we have about 70 to 80 infected people in South Tyrol, six of whom have been put into an artificial sleep and are being ventilated. Lombardy is in a state of emergency. Medical care there can hardly be maintained.“ Marc Kaufmann, Medical Coordinator for Emergency Medicine in South Tyrol

In the social media you can read about the dramas that are taking place in the emergency rooms of Northern Italy. Ambulances drive up every minute, nurses break down crying. I don’t want to spread panic here, just this much: Anyone who catches the severe type of the disease is in danger of acute respiratory distress. The number of ventilators and intensive care beds is limited. And it is well known that it is difficult to live without air, not only for the elderly.

Germany has the only advantage of being able to learn from Italy’s experience. And that means: SOCIAL DISTANCING, PEOPLE! Restiamo a casa is the motto in Italy. Let’s stay at home. If at all, keep a distance of at least one metre, for longer conversations two metres. If anyone needs a spacer, here you go:

So far, it doesn’t look like people have figured out what’s going on. Well, look who’s sitting in the glass house … Yesterday I let myself be dragged along to IKEA again against my better judgment and there extended families were happily on their way as if nothing was wrong. Even in the restaurants there are people sitting around. WHY??

What part of „avoid unnecessary social contacts“, as the Chancellor said, did people not understand? And no, we’re not going to start discussing what social interaction is necessary. Supermarket and pharmacy, period. I cancelled my membership in my meditation centre because until yesterday they thought they had to keep the shop open and „move closer together“. People think they are above things, they are stronger than the virus, they are cooler than the scredy cats or smarter than the scientists. Hmmmm … Greta Thunberg’s call is also valid here: Unite behind the science.

I understand that it takes time to understand the thing with the virus. I feel the same way.

The enemy is invisible, everything looks the same, where is there supposed to be a threat? Just like climate change. It’s hard to change habits. During the flu season I used to try to keep my colleagues from shaking hands – impossinle. And we worked at a health insurance company! 80 percent of diseases are transmitted via the hands, a virologist said on television yesterday. For all I care, the handshake can go away, forever. There are plenty of alternative ways to greet each other.

The threat of the virus activates our basic instincts. Hoarding. If you have nothing in the house except a few spices and always buy fresh, you have to stock up on everything, of course. It’d be stupid to be in quarantine for a fortnight and have nothing to eat. The herd instinct kicks in: Nobody wants to end up being the fool who didn’t prepare. Even the lower instincts come to the surface: the exclusion of (supposedly) infected people, racist jokes, physical assaults. Jokes about East-Germans: „Empty shelves, must be familiar to you.“ Yes, they are. And we can probably handle them better. We even know you can use newspaper when the toilet paper runs out.

The coronavirus spreads exponentially, which means it multiplies. We are only a few weeks behind the development in Italy. We must act immediately. Exponential growth is difficult to grasp for the human imagination. In this video it is explained.

We are playing against time. Every day counts. We will not be able to prevent a lot of people from becoming infected. Experts speak of 60 – 70 percent of the population. But preferably not all at once. Flatten the curve is the motto explained in this animation of the Ministry of Health. I am posting all this here because I hope that we understand faster than the Italians that we have to isolate ourselves as much as possible.

What annoys me the most is this German bigotry: We have the best health system, we are well prepared. Yes, in comparison to third world countries for sure. But everyone who has experienced the German health system in an emergency knows that we are all well advised to stay healthy as long as possible. By this I don’t just mean the lack of personnel, but also the extent of lack of communication, cooperation among professionals, attention to the patients and above all taking responsibility. My family currently consists of two people with risk profiles and I very much hope that they will not become infected. To do this, I have to protect myself as their primary contact by isolating myself.

In this sense: Let’s show reason, let’s take responsibility. Let’s make the most of a few weeks of isolation: reading books, cleaning windows, playing board games. Let’s use the time to think about life a little. I suppose there’ll be lots of divorces and people quitting their jobs. 😉

Stay healthy. I wish those who are ill a speedy recovery. And to those who don’t have bullshit jobs and have to keep this country running, lots of strength and health. Andrà tutto bene – everything will be fine. <3

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

Photo by CDC on Unsplash

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8 Kommentare

  1. Carrie

    Das frage ich mich allerdings auch, warum solche Artikel hinter der Paywall stehen. Da hat der Journalismus endlich mal eine echte Aufgabe und dann das. Ist nicht nur beim Spiegel so 🙁 Warum packen die nicht mal die ganze Prinz-Harry-Scheiße hinter die Paywall? Dann brauchen nur die das lesen, die das interessiert.

    Auch bei dem Rest völlig d’accord! Ich muss meinem Chef die Hand schütteln, weil der das Problem nicht sieht (bei der inzwischen gekündigten Stelle). Der rennt jeden Morgen einmal durch alle Büros. Und wir müssen zu Hause die stark schwächelnde Schwiegermutter pflegen. Unmöglich! Zum Glück hatte ich zu Hause noch genug Desinfektionsmittel, weil ich das regelmäßig für Bahnreisen verwende. Sobald der verschwindet, werden die Hände darin gebadet. Einige Kollegen machen das gleiche. Der spinnt doch.

    An die Scheidungen glaube ich auch. Und Kinder wird es geben 😀
    Liebe Grüße und bleib gesund!

    • Lydia

      Du auch! Stimmt, an Kinder hatte ich gar nicht gedacht. 😄

  2. Rita Dressler (Bad Gögging 2012)

    Toller Beitrag Lydia. Ich lese Deine Texte sehr gern.
    Wir haben letzen Sommer bereits eine Ägyptenreise gebucht, die Ende März starten sollte. Jetzt hoffen wir inständig auf ein Ausreiseverbot (wie andere EU-Länder) damit wir das Geld vom Veranstalter zurück bekommen können. Hoffentlich kommt das noch…

  3. Pandora

    Kinder wird es geben? Tolle Idee in einer eh übervölkerten Welt. Kinder sollte man nicht einfach mal so in die Welt setzen, weil man grade nichts anderes zu tun hat.

    Davon abgesehen hat man hierzulande viel zu spät reagiert. Schon vor Karneval/Fasnet hätte man diverse Veranstaltungen absagen sollen. Auch Fußballspiele. Aber es fällt schon auf, daß alles, was Geld bringt, erst mal weiter durchgezogen wurde.

    • Lydia

      Bin absolut Deiner Meinung. Wir sehen aber jetzt, dass die Leute nicht einmal einfachste Anweisungen befolgen. Soeben bin ich an einem Pulk von 30 feiernden Jugendlichen vorbeigelaufen, ein Virusfestival. Es dauert halt, bis sie verstehen. Daher ist eine stufenweise Einführung sinnvoll. Ich vermute, Hausarrest mit hohen Strafen wird in ein paar Tagen folgen, so wie es bereits in anderen Ländern der Fall ist.

  4. Anke

    Mich treibt ja schon ein paar Tage die Frage um, wieviel sich tatsächlich nachhaltig verändern wird: gesellschaftlich, ökonomisch, etc… Mir fallen spontan so Sachen ein wie „Impfstoffe nicht mehr in Billigstlohnländern produzieren“, „Krankenhäuser als Wirtschaftsunternehmen betreiben“, „Solidarität“, „Nachhaltigkeit im persönlichen Bereich“, etc. etc… Wie werden sich Prioritäten verschieben. Wir stehen ja gerade erst am Anfang… Irgendwie sehe ich hier gerade – auch wenn die Situation für viele z.B. finanziell desaströs ist – auch in vielen Bereichen großen Chancen… Wir dürfen gespannt sein.

    • Lydia

      Hoffentlich. Das Ganze könnte auch eine Blaupause für wirksame Maßnahmen zum Klimawandel sein, Stichwort Flughafens hließung. Erstaunlich, was plötzlich alles geht …

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