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Kategorie: Persönlich

Statistik: Bitte hirngerecht servieren

Frust, Leute, Frust. Mein Studium macht mich fertig. Also, das Statistik-Seminar. Eigentlich logo, dass Menschen, die sich für Psychologie interessieren, es nicht so mit Zahlen haben. So auch ich. Dabei habe ich schon zwei Studien inklusive Statistik überlebt. Aber diesmal geht es doch sehr in die Tiefe, mit seitenweise Formeln und so. Zum ersten Mal verspüre ich totale Verwirrung, Verzweiflung und – ja, Panik.

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Die ultimative Altersvorsorge

Ich verrate Euch heute den ultimativen Tipp zur Altersvorsorge. Früher galt ja (und in armen Ländern ist das immer noch der Fall) eine Kinderschar als perfekte Altersvorsorge, weil die dann ihre Eltern im Alter ernähren. Heute kann man sich da nicht so sicher sein – abgesehen davon haben wir ja eine staatliche Rente. Expert*innen empfehlen Aktien oder Immobilien. Alle reichen Leute scheinen Aktien oder Immobilien zu haben. Oder sie sind Influencer. Ein ordentliches Erbe hilft natürlich auch ungemein. Ich habe aber noch einen besseren Tipp – und diese Art der Altersvorsorge kostet nichts.

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Eine verheißungsvolle Affäre*

Kleine Durchsage an alle, die schon immer wussten, dass ich Lehrerin hätte werden sollen: Ihr hattet Recht! Ich gebe ja schon länger Kurse zu verschiedenen Kommunikationsthemen an einem Weiterbildungsinstitut – aber das lief immer so nebenher. Nach dem Motto: Hauptsache, Frau Krüger kommt mal raus aus der Butze und unter Leute. Aber jetzt unterrichte ich zum ersten Mal nach meinen eigenen nicht vorhandenen Lehrplänen (und online) und habe einen Heidenspaß! (Gesendet nachts vom Schreibtisch, wo ich gerade Hausaufgaben korrigiere.)

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Bitte folgen Sie den Anweisungen

Nach meinem anfangs frustrierenden, letztlich aber sehr erfüllenden Erlebnis mit der Rosengitter-Montage sagte jemand zu mir: „Mach doch mal nen Tischler-Workshop, gibt’s bei der Volkshochschule.“ Mensch, dachte ich mir, eine Riesenidee! Endlich mal wieder was mit den Händen machen. Und so fuhr ich drei Tage lang zur Handwerkskammer und tauchte ein in die Welt der Menschen, die echte Dinge zum Anfassen bauen.

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Corona-Verschwörungstheorien: Wer am lautesten schreit

Als Studentin habe ich mal in einem Café gearbeitet. Unmittelbar darüber befand sich eine Sprachenschule. Das Café war eher schlecht besucht, aber in den Pausen kamen die Sprachschüler*innen hereingeströmt, um ihren Pausencappuccino zu trinken. In meiner Schicht lief das reibungslos, denn ich lauerte immer schon mit einer Menge vorbereiteter Tassen auf den Ansturm. Aber wer aus dem Pulk von Menschen, die mir am Tresen ihre Bestellungen zuriefen, bekam den Kaffee zuerst? Immer die, die am lautesten schrien.

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Heute wieder nix geschafft

Diesen Satz sag ich mir fast jeden Abend. Das ist negative self-talk, der einen gar nicht weiterbringt. Und doch ist der Gedanke hartnäckig. Meine Tage sind eigentlich recht ausgefüllt, wenn ich nicht gerade krank bin und den ganzen Tag auf dem Sofa hängen muss. Wenn man selbstständig ist und zu Hause arbeitet, verschmelzen berufliche Projekte und Haushaltsarbeiten und die Pflege Angehöriger und Hobbys. Ich finde das gut – das Leben fühlt sich ganzheitlicher an.

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Corona Bits’n’Pieces

Hatte einen traurig-verzweifelten Artikel geschrieben, weil ein Mensch gestorben ist. Die Nachricht hat mich sehr getroffen. Habe dann aber beschlossen, dass es privat bleiben soll. R.I.P.

Der Alltag schleppt sich so dahin. Schlechte Nachrichten werfen mich heftiger aus der Bahn als sonst. Aber jetzt geht’s wieder. Ich könnte die dank wegbrechender Aufträge entstandenen Zeitfenster ja nutzen, um fürs Studium zu lernen oder endlich mein Buch fertigzuschreiben. Leider kann ich mich so schlecht konzentrieren – eindeutig Stresssymptome. Deshalb reicht es heute auch nur für ein paar bits’n’pieces.

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Alles stabilo

Ich dachte, ich sei unverwundbar. „Es gibt 5.000 Euro Zuschuss für Selbstständige, hol dir das doch mal“, mahnte meine Mutter. „Bevor’s alle ist.“ Und ich so: „Nee, das ist doch für die, denen gerade alle Aufträge wegbrechen. Bei mir läuft’s ja.“ Einen Tag später halbierte der erste große Kunde das Budget. Für einen Moment fühlte es sich an, als ziehe man mir den Boden unter den Füßen weg. Panik. Ich hatte gedacht, dieser Kunde wär systemrelevant. Naja, hab ich wohl nicht zu Ende gedacht. Bitte immer alles zu Ende denken, Frau Krüger! Aber OK, das Budget ist noch halbvoll. Noch. Ich googlete sofort den Zuschuss. Frau Krüger sorgt vor. Ich war dann Nummer 476.342 oder so in der Warteschlange. „Es sind noch 247.773 vor Ihnen.“

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Pandemie: Gute Zeiten, schlechte Zeiten

In Zeiten der Pandemie gibt es drei Sorten Mensch: Die einen stecken den Kopf in den Sand und wollen gar nicht wirklich wissen, was los ist. („Alles so schrecklich, mach bloß den Fernseher aus.“) Die anderen leisten trotzig Widerstand und leben ihren Egoismus aus, wenn Gemeinsinn gefragt ist. In Asien nennt man das die „europäische Arroganz“. Und dann gibt es noch Menschen, die die Entwicklung aufmerksam verfolgen und versuchen, ihr immer einen Schritt voraus zu sein. Zu denen zähle ich wohl.

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