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Kategorie: Burnout

Spürt Ihr Euch eigentlich noch?

Ganz bewusst habe ich mir ein Leben gebaut, dass Stress weitgehend vermeidet. Das habe ich ganz klar mit Fokus auf meine Gesundheit getan, weil ich stark darauf reagiere. Früher habe ich immer gesagt: „Von meiner Konstitution her sollte ich eher Schafe hüten.“ Habe mir aber sagen lassen, das kann auch ziemlich hektisch werden, da Schafe gern mal ausbüxen. Natürlich bleibt es nicht aus, dass ich selbst gestresst bin, auch ich es mal eilig habe und irgendwo feststecke oder eine Deadline mir im Nacken sitzt. Oder sich seit Jahren um ein schwerkrankes Familienmitglied zu kümmern – das ist eine Dauerbelastung, die ans System geht. Aber ich glaube, im Vergleich zu den meisten Menschen habe ich echt wenig Stress. Umso stressiger ist es für mich, wenn mir Gestresste über den Weg laufen.

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Der real existierende Burnout

Immer wieder hört und liest man, das Burnout-Syndrom existiere gar nicht, sei eine Erfindung von Workoholics, um sich selbst zu beweihräuchern. Sie sei eigentlich mit einer Depression gleichzusetzen, klinge aber besser. Eine Modediagnose halt.
Mich ärgert das sehr, da ich selbst zwei Burnouts erlebt habe. Und die waren sehr real. Mal abgesehen vom mangelnden Respekt gegenüber den Betroffenen spricht aus solchen Aussagen vor allem Unwissen. Oder – cui bono? – der Unwille von Arbeitgebern, die Realität anzuerkennen und entsprechend zu handeln. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Prof. Joachim Bauer widerlegt in seinem bemerkenswerten Buch „Arbeit – Warum sie uns glücklich oder krank macht“* die Mär von der Modediagnose anhand wissenschaftlicher Studien (S. 85 ff.):

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Burning out

Ich hätte nicht gedacht, dass es mir noch mal passieren würde. Mit Ende 20 (übrigens ein typisches Alter) hatte ich schon mal einen Burnout – und ich war mir sicher, dass ich daraus gelernt hatte. Damals gab es das Wort noch gar nicht. Zufällig hörte ich im Autoradio, wie ein Professor die Burnout-Symptome beschrieb, und dachte: „Das bin ja ich.“

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