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Kategorie: Aus der Zentrale des Wahnsinns

Ein Verfahren für gesunden Menschenverstand

Wenn Ihr die letzten Tage nicht in einem Erd- oder Funkloch verbracht habt, habt Ihr sicher mitbekommen, dass United Airlines gerade dabei ist, sich gepflegt in die Pleite zu reiten. Viel wurde darüber geschrieben, was Mitarbeiter dazu bringt, einen Passagier gewaltsam aus dem Flugzeug zu schleifen – übrigens nicht wegen planmäßiger Überbuchung, sondern weil Crew-Mitglieder kurzfristig zur Arbeit geflogen werden mussten:

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Was für ein Scheißtag

Wir Deutschen sind ja jetzt nicht gerade Weltmeister im Fluchen. Der Berliner versucht es mit Armleuchter, Knallkopp, Flitzpiepe (oder in Neukölln: Hurensohn und Hässlischkeit), aber gegen den omnipräsenten cazzo der Italiener oder das gepflegte fucketyfuck im Englischen sind wir doch wirklich harmlos. Denn unser Universalschimpfwort…

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Interview mit dem Low Performer

Als ich angefangen habe, aktiv zu twittern, war sein Account einer der ersten, dem ich gefolgt bin. Allein schon der Name: @Low_Performer. Der Knaller! *grins* (Ein „Low Performer“ ist im HR-Sprech ein „Minderleister“.) Dieser Unbekannte twittert anonym aus seinem #Konzern, postet anonymisierte E-Mails, selbst kreierte…

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Zuhören statt draufhauen

Das erste Mal traf es mich wie ein Blitz. Da geht man mit einer Idee in ein Meeting – und sie wird abgeschmettert, bevor sie überhaupt richtig ausformuliert ist. Ich kannte das gar nicht.
Da, wo ich herkam (da sieht man mal wieder, wie naiv ich war 😉 ) – also beim Fernsehen – lief es so, dass man tatsächlich darüber sprach. Natürlich, es gibt auch Ideen, die wirklich für die Tonne sind. Wo man vielleicht sogar selbst sagst: „Ach nee, vergesst es. War ne blöde Idee.“ Oder das Gegenüber nimmt die Idee inhaltlich auseinander. Hey, kein Problem.

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Wenn der Roboter zum Vorstellungsgespräch bittet

Also, ich hab ja schon einige Geschichten über Bewerbungsverfahren gehört und darüber ausführlich abgelästert.
Aber man kann mich immer noch überraschen. Ein Bekannter berichtete mir, dass er sich in der wild wuchernden Berliner Startup-Szene, wo mit den Millionen nur so um sich geworfen und jeden Tag die Welt revolutionized wird, auf einen Job beworben hat. So weit, so gut.

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Ein scharfes Werbegeschenk

Der Inhaber eines mittelständischen Industriezulieferers ist vermutlich mit einem Senffabrikanten befreundet. Nur so lässt sich erklären, warum er dort palettenweise Senf bestellte. „Ist doch ein prima Werbegeschenk!“ Dass dieses Werbegeschenk null Bezug zum Produkt des Betriebs hat – egal. Und nur weil die Rostbratwurst in jener Gegend Nationalgericht ist… nun ja.
Fortan waren die Vertriebler also angewiesen, zu Kundenbesuchen mit Senf aufzulaufen.

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Filmkritik: Land ohne Sonne – aber mit Chef-Darstellern

Eine Doku über Nordkorea – genau meine Vorstellung von einem gemütlichen Freitag Abend. 🙂 Ihr wisst vielleicht mittlerweile, dass mich Diktaturen und ihre Gemeinsamkeiten mit HORGs* faszinieren, genau wie jegliche Form der Manipulation und des Mindfucks. Und jetzt schreibe ich über diesen Film – allein schon um zu sehen, ob ich wieder Klicks aus Nordkorea bekomme. 안녕하세요 친구

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Der beste Praktikant aller Zeiten

In Stellenanzeigen wird heutzutage gern die eierlegende Wollmilchsau gesucht. Habe ich im ABC des Missmanagements: Bewerbung schon beschrieben. So war es auch bei dem Kinderfernsehkanal, bei dem eine BÜRONYMUS-Leserin arbeitet. Der neue Praktikant sollte laut Stellenanzeige Erfahrung mitbringen. (Also am besten ein Dauerpraktikant, der schon…

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Ein ganz besonderer Synergieeffekt: Kein Anschluss unter dieser Nummer

Manchmal fehlen sie mir richtig – all die absurden Geschichten aus der „Zentrale des Wahnsinns“. Deshalb publiziere ich ab jetzt in der gleichnamigen Rubrik wahre Begebenheiten aus der verrückten Bürowelt meiner Leserinnen und Leser:
Wenn fusioniert wird, geht es ja immer gern um die berühmten Synergieeffekte. Ein Weltkonzern, der sich nach der letzten großen Fusion vorgenommen hat, in seinem Markt Weltmeister zu werden (na gut, das wollen ja alle 🙂 ), hatte eine brilliante Idee: Da schon viele Produktionsstätten ins Ausland ausgelagert worden waren, kam nun die Verwaltung dran.

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