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Büronymus ruft die 4-Tage-Woche aus

Es ist soweit: Büronymus proklamiert die 4-Tage-Woche für Deutschland. „Immer mehr Menschen entdecken, dass man seine wertvolle Lebenszeit auch mit anderen interessanten und vielleicht auch wichtigeren Dingen füllen kann. Wir haben es übertrieben mit dem Arbeiten. Damit ist jetzt Schluss,“ erklärt die Berliner Autorin Lydia Krüger, die sich mit ihrem Blog Büronymus für eine Revolution der Arbeitswelt einsetzt. „Der Freitag gehört frei – das sagt doch schon der Name.“

Viel zu lange schon stagniere die Absenkung der Arbeitszeit: Zwar sei man von der etwas ungesunden 82-Stunden-Woche Anfang des 19. Jahrhunderts abgekommen. Und 1918 wurde immerhin der 8-Stunden-Tag eingeführt – zumindest theoretisch.

„Aber seitdem sind mehr als 100 Jahre vergangen und kaum etwas ist passiert. Seit den 60ern gibt es die 5-Tage-Woche. Das ist auch schon wieder über 50 Jahre her. In den letzten Jahrzehnten wurden neue, angeblich supereffektive Technologien entwickelt. Wenn die so toll sind, warum liegen wir nicht längst in der Hängematte und lassen die Technik für uns arbeiten?“, kritisiert Krüger.

Unter dem Motto „Freitag macht die Mutti frei“ (Vatis und kinderlose Beschäftigte sind mitgemeint) können sich Unternehmen der Initiative öffentlich anschließen. Eine E-Mail mit Logo, Kontaktdaten, Ansprechpartner und Startzeitpunkt der Arbeitszeitreduzierung an Büronymus genügt, um als Pionierunternehmen gelistet zu werden.

Bei Ver.di sorgte das Vorpreschen von Büronymus für gehörige Überraschung. Auf die Frage, ab wann denn die neue 4-Tage-Woche nun gelte, antwortete Ver.di-Chef Franz Brziczke: „Nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich.“

Für die Zukunft fordert Lydia Krüger, auch den Montag freizuschaufeln. „Den mag eh keiner.“ Außerdem sei mit vier freien und drei Arbeitstagen endlich eine angemessene Life-Work-Balance erreicht.

EDIT 5.4.19: Das war mein Aprilscherz – Glückwunsch an alle, die es gemerkt haben. 😀 Aber warum eigentlich? Die 4-Tage-Woche ist längst überfällig.

Bitte folgen Sie mir unauffällig!

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3 Kommentare

  1. Ein schöner Einstieg in den Monat, der macht, was er will, Lydia.

    Noch schöner, den Repräsentanten des ‚Ancien Régime‘ der arbeitenden Bevölkerung zum Sekretär für Informationswesen zu machen.

    [https://de.wikipedia.org/wiki/Ancien_Régime]
    [https://de.wikipedia.org/wiki/Günter_Schabowski]

    „Niemand hat die Absicht Leben und Arbeit in Einklang zu bringen“ sage ich.

    [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer]

    April, April!

    • Lydia

      Klar, gerne.

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