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Gute Vorsätze für 2016? Warum ein Jahresmotto besser funktioniert

Vor ein paar Jahren fing ich an, das jeweils kommende Jahr unter ein Motto zu stellen. Zuvor habe ich (wie viele Menschen) mir zum Jahreswechsel eine Liste mit guten Vorsätze überlegt. Diese Vorsätze hatten ein paar Nachteile:

  • Sie waren relativ wahllos. Alles, was mir in den Kopf kam, worauf ich gerade Lust hatte oder was ich schon immer mal machen wollte, kam auf die Liste.
  • Am Jahresende waren meistens nur drei oder vier von zehn bis fünfzehn Ideen umgesetzt. Enttäuschung!
  • Beim nächsten Jahreswechsel wurden die nichterfüllten Vorsätze als Übertrag immer wieder übernommen. Egal, ob sie noch relevant waren. Denn irgendwas werd ich mir ja dabei gedacht haben…

Während zum Beispiel „mehr Zeit in Asien verbringen“ letztes Jahr endlich erfüllt (um nicht zu sagen: übererfüllt!) wurde, tauchte „den Bootsführerschein machen“ sechs Jahre hintereinander auf der Liste meiner Vorsätze auf – und ist immer noch nicht abgehakt. Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr…) Irgendwie unbefriedigend, diese ganze Listenschreiberei.
Ein Jahresmotto hingegen hat den großen Vorteil, dass es die große Richtung für das Jahr vorgibt, ähnlich einer Vision. Daraus entwickeln sich die Dinge auf geradezu magische Weise. Ihr werdet es sehen. Und es hilft dabei, im Laufe des Jahres die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Bei mir war es so: Dem Jahr 2014 hatte ich das glasklare Motto „Take no shit“ verpasst – also beschlossen, mir nichts mehr gefallen zu lassen. In jenem Jahr habe ich meinen Job gekündigt.
2015 war das Motto „Getting the mojo back“ – d.h., meine Kraft, meinen Spirit zurückzugewinnen. Hat geklappt, ich hab ganz neue Ressourcen entdeckt (Stichwort Selbstfürsorge!), meinen Burnout halbwegs überwunden, mich gesundheitlich stabilisiert und mich selbständig gemacht.
Und 2016 steht unter dem Motto: „Unfold“. (Keine Ahnung, warum die Mottos immer auf Englisch sind – die kommen mir so.) Ich möchte mich entfalten, aufblühen, meine Kreativität in die Welt hinaustragen und mein Potenzial ausschöpfen.

Und wenn dazu ein Bootführerschein gehört, dann wird das wohl im nächsten Jahr passieren. 🙂 Könnte aber auch sein, ich lerne programmieren, gehe als Gasthörerin wieder an die Uni und verbringe den Sommer in Italien… Alles, was zur Entfaltung beiträgt, ist willkommen.
Also, welches Motto passt zu Deinem Jahr 2016?
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein glückliches neues Jahr – vor allem Gesundheit, Lebensfreude und Herzensfrieden.
 

6 Kommentare

  1. Unfold ist „Das Gute Erwarten“ und das ist mein Motto für das Jahr 2016.
    .

  2. Hat dies auf Toms Gedankenblog rebloggt und kommentierte:
    Interessante Anregung. Statt von Jahrezielen, ein Jahresmotto. Probieren wir es mal aus.

  3. Habe dieses Jahr das erste mal ein Jahresmotto und entsprechende Monatsmottos. Finde die Idee grandios und merke, dass es mir damit sehr viel leichter fällt, mich auf meine Ziele zu fokussieren. Vielen Dank für die Idee 😉

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